Hyundai i30 cw : Gelungene Überraschung

Hyundai i30 cw ist ein Kombi, den immer mehr Praktiker auf der Rechnung haben – aus gutem Grund.

Weil der Wagen es verdient, stellen wir das Fazit ausnahmsweise gleich an den Anfang: Mit diesem Kombi ist jeder bestens bedient, der das Solide schätzt und billige Anmache nicht mag. Der kompakte Kombi macht seine Sache in allen Disziplinen gut, auf die es im Kombi-Segment zwischen 16 000 und 25 000 Euro ankommt: Er ist ansehnlich und er steckt schön viel Ladung weg. Zudem ist er als 90-PS-Diesel 1.6 blue sparsam unterwegs (Testverbrauch 5,5 Liter); schlechte Straßen bringen ihn kaum aus der Fassung.

Das Fahrwerk ist eher straff ausgelegt, verfügt in allen Versionen serienmäßig über ESP und bringt den cw wankfrei durch Kurven. Der Kombi ist 23 Zentimeter länger als die Limousine und misst wie beim VW Golf knapp 4,50 Meter. Der Hyundai bietet dank längerem Radstand etwas mehr Platz für Passagiere und Gepäck; an der Knie- und der Kopffreiheit auf den hinteren Plätzen gibt es nichts auszusetzen. Beim Kofferraum liegt VW vorn: Der Hyundai fasst 415 bis 1395 Liter. Das sind etwa 100 Liter weniger als der Golf Variant. Der i30 cw lässt sich gut beladen. Die Klappe öffnet weit. Nach dem Umlegen der Rücksitze ergibt sich keine ganz ebene Fläche, wirklich störend ist das im Alltag aber nicht.

Der erst seit einigen Monaten lieferbare 90-PS-Diesel ist eine hubraumgleiche, aber abgeschwächte Version des 1,6-Liter-Aggregats mit 116 PS. Damit reisst der Hyundai naturgemäß keine Wälle ein, ist aber für alle Lebenslagen der Familie ausreichend motorisiert. Der laufruhige Spar-Diesel erreicht die Fünf-Liter-Marke auch dank einer gut funktionierenden Start-Stopp-Automatik. Der Motor ist mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe kombiniert. Spätestens auf langer Autobahnfahrt trübt das die Freude an der Investition: Bei hohem Tempo ist der Hyundai angestrengt und laut unterwegs.

Der blue 1.6 CRDI steht als Classic ab 18 210 Euro in der Bestell-Liste, was angesichts einer guten Serienausstattung (Zentralverriegelung, CD-Radio, elektrische Fensterheber vorne, Klimaanlage) und einer sehr guten Verarbeitungsqualität als fair gelten darf. Direkte Preis-Vergleiche mit dem Golf Variant sind schwer, ausstattungsbereinigt dürfte der Koreaner bei ähnlicher Motorisierung meist um die 2000 Euro günstiger sein. Auch entsprechende Modelle des Kia Cee’d Sporty Wagon, des Peugeot 307 Break oder Renault Mégane Grandtour sind ein paar hundert Euro teurer. Eine Kleinigkeit hat der i30 cw den Wettbewerbern dabei immer voraus: Schon in der Grundversion verfügt der Hyundai über einen Anschluss für iPod oder USB-Stick – ein Serien-Feature, das von Tag zu Tag mehr Bedeutung für Fahrer jeden Alters gewinnt. eric

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


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