Mercedes-Studie Transformer : Der Aerodynamik-Weltmeister

Weniger Luftwiderstand, weniger Verbrauch - diese Erkenntnis treibt Mercedes mit der Studie Transformer auf die Spitze. Das Auto ändert sogar seine Form jenseits der 80 km/h.

Alles dicht? Der Mercedes Transformer ist bis ins Details auf Aerodynamik getrimmt. So wurde erstmals mit einem Viersitzer der cW-Wert 0,2 unterboten.
Alles dicht? Der Mercedes Transformer ist bis ins Details auf Aerodynamik getrimmt. So wurde erstmals mit einem Viersitzer der...Foto: AFP PHOTO / DANIEL ROLAND

Viel Wind und wenig Widerstand: Mit einer neuen Designstudie demonstriert Mercedes auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt (Publikumstage 17. bis 27. September), wie man den cW-Wert eines viertürigen Viersitzers erstmals unter den Grenzwert von 0,2 drücken kann: Mit beweglichen Anbauteilen, die ab Tempo 80 die Form des Fahrzeugs verändern, sinkt der Luftwiderstandsbeiwert des gut fünf Meter lange „Concept Intelligent Aerodynamik Automobiles“ (IAA) dem Hersteller zufolge von 0,25 auf 0,19. Das ist Weltrekord in dieser Kategorie und führt den Entwicklern zufolge zu einem deutlich niedrigeren Verbrauch.

Im Normzyklus mache das bei der von einem Plug-In-Hybriden mit 205 kW/279 PS angetrieben Studie zwar nur einen Unterschied von drei Gramm ausgestoßenem Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer aus. Weil die Messfahrt vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten erfolgt und der Einfluss des Luftwiderstandes mit dem Tempo steigt, so Mercedes weiter. Doch je näher die Limousine ihrer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h kommt, desto größer werde die Ersparnis.

Das Cockpit des Mercedes Transformer soll bereits ähnlich dem der neuen Mercedes E-Klasse sein, die im kommenden Jahr auf den Markt kommt.
Das Cockpit des Mercedes Transformer soll bereits ähnlich dem der neuen Mercedes E-Klasse sein, die im kommenden Jahr auf den...Foto: AFP PHOTO / DANIEL ROLAND

Dafür gibt es am Showcar zahlreiche bewegliche Teile: Der mit einer integrierten LED-Beleuchtung ausgestattete Kühlergrill und die Felgen schließen sich, aus der Front fahren zwei Luftabweiser aus und lenken die Strömung an den Radausschnitten vorbei, ein beweglicher Bugspoiler leitet die Luft am Unterboden, und das Heck verlängert sich mit acht Elementen um bis zu 40 Zentimeter.

Während Mercedes bei den Aerodynamik-Komponenten keine große Hoffnung auf eine schnelle Serienumsetzung macht, verweisen die Designer ungeduldige Messebesucher auf den Innenraum: Dort sehe man bereits das digitale Kombiinstrument und die neuartigen Touch-Pad-Sensoren am Lenkrad, die im Frühjahr 2016 mit der nächsten E-Klasse in Serie gehen sollen. (dpa)



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