Studie Porsche Mission E : 911er unter Strom

Zuffenhausen schlägt zurück: Der Porsche Mission E zeigt nicht nur ein Elektroauto mit den Leistungswerten eines 911ers. Er demonstriert auch, wie neue Bedienkonzepte aussehen könnten und will so Tesla in die Schranken weisen.

Schnell, stark, grün: Der Porsche Mission E zeigt, wie ein elektrischer Porsche 911aussehen könnte.
Schnell, stark, grün: Der Porsche Mission E zeigt, wie ein elektrischer Porsche 911aussehen könnte.Foto: REUTERS/Kai Pfaffenbach

Tesla aufgepasst: Porsche will sich vom Modell S nicht mehr länger die Show stehlen lassen. Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt (Publikumstage 17. bis 27. September) zeigt das Unternehmen einen rein elektrischen Sportwagen mit vier Türen und vier Sitzen: den Porsche Mission E.

In diesem Messemodell sieht der Stuttgarter Hersteller die zukunftsfähige Fortschreibung des Porsche 911, der auf der IAA in einer überarbeiteten Fassung erstmals mit Turbomotoren für fast alle Varianten präsentiert wird. Der Porsche Mission E nimmt das 911-Styling auf und bleibt mit 1,30 Metern betont flach, bekommt aber erstmals vier Türen. Sie sind gegenläufig angeschlagen, kommen ohne B-Säule aus und sollen den bequemen Zustieg zu vier Einzelsitzen ermöglichen.

Porsche Mission E zeigt neuartiges Bedienkonzept

Im Inneren gibt es laut Porsche ein neuartiges Anzeige- und Bedienkonzept: frei stehende Displays mit organischen Leuchtdioden, dreidimensionale Hologramme und die Steuerung mit Blicken oder berührungslosen Gesten sollen die Ablenkung des Fahrers minimieren.

Der Porsche Mission zielt nicht nur auf den dynamischen Auftritt. Daneben ist noch ein neuheitliches Bediensystem mit Hologrammen, Gestensteuerung und freistehenden Displays an Bord.
Der Porsche Mission zielt nicht nur auf den dynamischen Auftritt. Daneben ist noch ein neuheitliches Bediensystem mit Hologrammen,...Foto: dpa/Fredrik von Erichsen

Angetrieben wird der Mission E laut Porsche von zwei E-Motoren mit zusammen mehr als 440 kW/600 PS, die aus Akkus gespeist werden. Sie sollen den Sportwagen binnen 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen - bei Tempo 200 wird elektronisch limitiert. Die Reichweite soll bei mehr als 500 Kilometern liegen.

Die Studie beschleunigt aber nicht nur schnell. Sie macht auch an der Ladesäule Tempo: Porsche spricht von rund 80 Prozent Akkuladung nach rund einer Viertelstunde Aufladen mit einer neuartigen 800-Volt-Ladetechnik. Konkrete Angaben zu einem eventuellen Serienmodell und Preisen gibt es noch nicht. (dpa)


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