IAA : Massenveranstaltung

Supersportler werden angeschaut, gekauft werden andere: Die Volumenmodelle der IAA.

Kai Kolwitz
IAA
Gut besucht. Die IAA lockt alle zwei Jahre viele Besucher nach Frankfurt. -Foto: dpa

Auch wenn meist andere Modelle die Hingucker sind: Was die Hersteller vor der IAA wirklich nervös macht, ist die Frage: Wie wird das Publikum auf die neuen Volumenmodelle reagieren? Auf die Wagen, die zwar nicht den höchsten Grad an emotionaler Aufladung bieten, die aber hohe Stückzahlen generieren sollen und damit für den wirtschaftlichen Erfolg der Marke verantwortlich sind.

Gerade für die deutschen Hersteller ist die Messe der traditionelle Ort, um ihre Neuheiten in diesem Segment zu präsentieren – in diesem Jahr strahlen das T-Modell von Mercedes’ C-Klasse und der neue A4 hier am hellsten. Aber auch für die Importeure ist die IAA angesichts der großen Verkaufszahlen in Deutschland ein wichtiger Ort: Renault will mit dem neuen Laguna Familien für sich gewinnen, die nächste Generation des Mazda 6 soll den Markterfolg des Vorgängers wiederholen, Peugeot hofft, sich mit dem 308 neben Golf & Co. ein Stückchen des Kompakt-Kuchens sichern zu können. Comeback in dieser Klasse auch für Nissan, wo der Tiida die Lücke schließen soll, die der im Januar eingestellte Almera hinterlassen hat. Kias Cee’d schließlich bekommt zwei neue Varianten an die Seite gestellt: Einen Dreitürer und den Sporty Wagon genannten Kombi.

Mitsubishi wiederum, etwas aus dem Blickfeld verschwunden, versucht, mit dem neuen Lancer verlorenes Terrain in der Mittelklasse gutzumachen. In Konkurrenz steht man dabei mit Subarus Impreza, den der Hersteller dadurch aufzuwerten trachtet, dass man auch das Rallye-Basismodell Impreza WRC zeigt.

Wer wird auf lange Sicht zu den Siegern zählen? Endgültig wird man das erst wissen, wenn die Modelle ein paar Jahre auf der Straße sind. Aber wer auf der IAA glänzen kann, der hat zumindest einen guten Start sicher.

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar