IAA : Nun fahrt mal schön

Besucher der Messe dürfen selbst ans Lenkrad – und für Frauen gibt’s ein eigenes Programm. Aber nur am ersten Tag, danach dominiert wieder die Männerwelt.

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Gute Laune. Matthias Wissmann freut sich auf den Beginn der IAA: -Foto: dpa

Frauen? Und Autos? Naja, immerhin haben sie „großen Einfluss auf Männer und deren Entscheidung, welche Autos diese fahren, kaufen oder bauen.“ Der, der das sagt, ist „Brigitte“-Chefredakteur Andreas Lebert und dürfte des Chauvinismus relativ unverdächtig sein. Außerdem: Natürlich kaufen, bauen und fahren Frauen auch selbst Autos – und sie kommen zur IAA. Zum ersten Mal hat deshalb die Messe ein eigenes Unterhaltungsprogramm für Frauen organisiert, organisiert von „Brigitte“ und dem Verband der Automobilindustrie. Allerdings hatte man dabei wohl vor allem die Fachbesucher im Visier: Nur am allerersten Publikumstag, dem 15. September, ist die Zeitschriften-Crew noch da, wer später kommt, muss mit dem vorlieb nehmen, was den Männern geboten wird.

Aber das ist nicht wenig – und selbst fahren darf man auch auf der IAA: Ein kostenloses Jahr im Skoda kann zum Beispiel derjenige gewinnen, der den „Park & Drive“-Wettbewerb als bester Rückwärts-Einparker abschließt. Gewinne gibt es auch auf der Kartbahn einzuheimsen. Allerdings nicht für den Schnellsten, sondern für denjenigen, der es schafft, den Parcours am energie-effizientesten zu umrunden. Wer sich dabei aus dem Stand keinen Sieg zutraut, kann sich vorher beim sogenannten „Eco-Training“ erklären lassen, wie man mit weniger Sprit von A nach B kommen kann.

Auf dem Gelände-Parcours dürfte das dagegen nicht die entscheidende Rolle spielen. Nach dem großen Erfolg vor zwei Jahren wurde das Offroad-Areal auf 9000 Quadratmeter und damit knapp zwei Fußballfelder vergrößert. Selbstfahren ist hier leider nicht, bei all den Schräglagen, Steilrampen und Buckelpisten. Aber auch auf dem Beifahrersitz ist es ein Erlebnis, was ein Offroader alles kann, wenn man es darauf anlegt.

Wieder selbst hinters Steuer darf man beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat, zum einen um auszuprobieren, wie sich Assistenzsysteme wie ESP oder Einparkassistent im Fahrbetrieb anfühlen, zum anderen, um eine Testfahrt mit Promille zu absolvieren, allerdings ohne Sprit und nur per Simulator. Zu gucken gibt es dann noch Oldtimer und die Modellautos der Carrera-Challenge. Wer Kinder hat, sollte den 22. oder 23. September ins Auge fassen, wenn das Tabaluga-Team seine Shows präsentiert.

Geöffnet ist die IAA auf dem Frankfurter Messegelände vom 15. bis 23. September (9 bis 19 Uhr). Unter der Woche kostet der Eintritt 13 Euro, am Wochenende 15, außerdem gibt es vom 17. bis 21. September jeweils ab 15 Uhr ein Feierabendticket, das für acht Euro zu haben ist. Kinder kommen für 7,50 Euro auf die Automobilausstellung, genau wie Studenten, Azubis, Wehr- und Zivildienstleistende. kko

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