Im Zeichen der Ringe : Ein Audi muss schön sein …

Die neue Linie zwischen Coupé und Kombi: Vom A5 gibt es jetzt auch einen eleganten Sportback.

Eric Metzler
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Prüfungen und Einspannungen überstanden: Der neue A5 Sportback ist sportlicher als ein A4, aber nützlicher als das A5 Coupé. -Foto: Promo

Aus Sicht der Entwickler und vor allem der Zeichner komplettiert nun das absolute Wunschkind die kleine A5-Familie: Zu Coupé und Cabrio stößt im September der A5 Sportback, den man früher vermutlich schlicht Fließheck genannt hätte.

Früher, in den Siebzigern – da glänzten die Ingolstädter schon einmal mit einem Modell, dessen Eleganz sich kaum einer entziehen konnte. Bertones Audi 100 Coupé; ein Auto, nach dem man sich noch heute umdreht. Bei der Präsentation des neuen Sportback hat man dem Alten noch einmal die Ehre erwiesen und ihn mit auf die Bühne gestellt. Der prägende Wesenszug ist beiden Hauptdarstellern gemein: Die elegante lang gestreckte Linie, die über die Hecklappe ausläuft bis zu den Rückleuchten. Beim A5 ist der Kofferraum durchaus beachtlich, erreicht mit 480 Litern fasst das Ladevolumen des A4 Avant (490 Liter) – was erklärt, warum es vom A5 keinen Kombi geben soll. Aber trotz des praktischen Mehrwerts: Vor allem anderen ist Audis dritter Fünfer ein Design-Statement. Es geht um die Schönheit. Wer bei Audi bestellt, setzt längst Premium-Technik und Premium-Verarbeitung voraus. So geht es auch bei diesem Neuling um den Schlag Sahne obendrauf. Und genau der, hofft Audi, wird innerhalb der A5-Palette für Viele den Ausschlag geben: Einmal für die, denen das zweitürige Coupé nicht praktisch genug ist; dann aber auch für „Aufsteiger aus dem A-Segment“, die bisher mit anderen Marken unterwegs sind. An Argumenten liefert Audi den Wechselwilligen dies:

ZUM START EINE RIEGE VON SECHS MOTOREN

Alle sind aufgeladene Direkteinspritzer, alle erfüllen die Euro-5-Norm. Die Benziner (also die Zweiliter-TFSI mit 180 und 211 PS sowie der 3,2-Liter mit 265 PS) haben das Aud-Valvelift-System an Bord, das den Hub der Ventile variabel steuert, um die Leistung zu verbessern und zugleich den Verbrauch zu senken. Am sparsamsten steht fürs Erste der kleinste Diesel mit Start-Stopp-System im Katalog: Der 2.0 TDI leistet 170 PS und soll sich mit 5,2 Litern zufrieden geben. An Selbstzündern sind zudem der 190 PS starke 2.7 TDI und der 3.0 TDI mit 240 PS im Angebot. Bis Mitte 2010 will Audi das Motorenangebot für den Sportback ausbauen: Ein Zweiliter-Diesel mit 143 PS und ein 1.8 TFSI mit 160 PS sind schon avisiert.

NEUHEITEN BEI DER  ANTRIEBSTECHNIK

Den permanenten Allradantrieb quattro nutzen alle Benziner und der stärkste Diesel. Für die Top-Motorisierungen bietet der Hersteller Jenen eine Neuentwicklung an, denen Dynamik über alles geht: Das Sportdifferential verteilt die Antriebskräfte variabel zwischen den Hinterrädern. Neues gibt’s aber auch für die Fronttriebler: Ein elektronisches Sperrdifferential an der Vorderachse („Quersperre“) ergänzt das klassische ESP und vermindert Untersteuern in der Kurve.

GETRIEBE & DYNAMIK NACH WUNSCH

Schalttechnisch gibt es dreierlei Angebote – darunter ist für die Top-Modelle natürlich auch das famose Doppelkupplungsgetriebe DSG. Zur Wahl steht je nach Modell ein manuelles Sechsganggetriebe, die stufenlose Automatik Multitronic und (im Falle der quattro-Modelle 2.0 TFSI, 3.2 FSI und 3.0 TDI) die Siebengang-S-tronic. Die kann der Fahrer automatisch schalten lassen oder über Lenkradwippen selbst steuern. Wem das nicht reicht, der findet über das optionale „Drive Select“ noch mehr Gestaltungsfreiheiten. Über dieses Fahrdynamiksystem definiert der Fahrer sein individuelles Setup für die Schaltpunkte der S-tronic, die Gasannahme und die tempoabhängige Servotronic-Lenkung.

Ab nächste Woche kommt der A5 zu den Händlern. Die Preise beginnen bei 33 650 Euro für den kleinsten Benziner 2.0 TFSI. Der aktuelle Einstiegsdiesel mit 170 PS kostet 36 050 Euro und ist derzeit unser Preis-Leistungs-Tipp: Bei einer ersten Ausfahrt machte der Vierzylinder einen durchweg ausgezeichneten Eindruck.

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