Auto : Indianer auf Quantensprung

Kann jetzt auch gut aussehen. Die Überarbeitung hat aus dem Jeep Grand Cherokee einen konkurrenzfähigen Edel-Offroader gemacht. Foto: Markus Mechnich
Kann jetzt auch gut aussehen. Die Überarbeitung hat aus dem Jeep Grand Cherokee einen konkurrenzfähigen Edel-Offroader gemacht....

Mit dem Grand Cherokee kann Jeep endlich mal zeigen, zu was man fähig ist. Diese ur-amerikanische Traditionsmarke ist praktisch naturgemäß im immer noch boomenden SUV-Segment positioniert. Für Eigentümer Fiat ist das ein Segen, denn die lukrativen Premium-SUVs verkaufen sich nicht nur in den USA gut. Auch in Deutschland hat die Marke, die nach der Trennung von Daimler und Chrysler regelrecht aufblüht, ein Jahr der Rekorde hinter sich. Vor allem an der Optik hat Jeep dieses Mal gearbeitet. Und das mit Erfolg, denn der Grand Cherokee macht einen modernen und dynamischen Eindruck. Die Scheinwerfer sind schmaler geworden, der Kühlergrill steht etwas flacher und die Nebelscheinwerfer sitzen höher. Flott wirken auch die neuen LED-Tagfahrleuchten, die Jeep dem Modell spendiert hat. Die eigentliche Revolution fand aber innen statt. Dort begrüßt dunkles, offenporiges Holz die Passagiere, die dann auf edlem Leder mit groben Nähten Platz nehmen. Im Anschluss begrüßt ein digitales Cockpit den Fahrer, während der Innenraum mit Klängen aus der Harman-Kardon-Anlage bespielt wird. Nicht dass es so etwas nicht schon mal gegeben hätte. Aber der Grand Cherokee hat beim Interieur fast so etwas wie einen Quantensprung hingelegt und kann sich nun mit der zahlreichen Konkurrenz im Premiumbereich messen. Das Hartplastik der Vorgänger ist großteils verschwunden und die Verarbeitung zeigt sich deutlich verbessert. Die wichtigste Neuerung sitzt beim neuen Grand Cherokee allerdings unter der Haube. Wo früher ein Wandlergetriebe Motor und Insassen quälte ist nun eine Achtgangautomatik von ZF aus Friedrichshafen verbaut. Auch hier drängt sich wieder das Wort Quantensprung ins Gedächtnis. Die Schaltvorgänge volllzieht der Automat butterweich, ohne dass das üppige Drehmoment ihn ins Schwitzen bringen könnte. Beim großen Diesel sind es immerhin stolze 570 Newtonmeter. Die zusätzlichen Gänge machen sich auch beim Spritkonsum positiv bemerkbar: Die beiden Diesel kommen auf dem Papier mit 7,5 Litern aus. Bei den drei Benzinern sieht das anders aus. Schon in der Norm sind es mindestens 10,4 Liter. Die Spitze stellt hier ein V8 Hemi, der im guten alten US-Stil aus 6,4 Liter 468 PS generiert. Born in the USA eben. mam

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