Isle of Man Tourist Trophy : Vier Rennen und ein großer Sieg

Auf der Isle of Man endete zum hundertsten Mal das wohl berühmteste Motorradrennen der Welt. Auch einige deutsche Fahrer waren am Start. Für einen gab es abseits der Piste dieses Jahr den größten Triumph.

Isle of Man
Foto: Tom Schönfelder

Jedes Jahr Anfang Juni treffen sich auf einer kleinen Insel zwischen Irland und England eine stetig größer werdende Zahl von Motorsportbegeisterten um beim aufregendsten Motorradrennen der Welt dabei zu sein. Zur Zeit des Rennens wird das Eiland zum Mekka des Motorrad-Rennsports. Tausende Biker säumen den Straßenrand der Insel und begrüßen jeden vorbeirasenden Rennfahrer mit tosendem Applaus.

Isle of Man Tourist Trophy
Jedes Jahr im Juni wird die ruhige kleine Insel zum Mekka der Motorrad-Fans. -Foto: Isle of Man

Die Tourist Trophy auf der Isle of Man ist allerdings kein normales Rennen auf einer Rennstrecke. Der rund sechzig Kilometer lange Kurs führt auf einer normalen Landstraße rund um die Insel. Es geht durch Ortschaften, durch Wiesen, Weiden und über den einzigen Berg auf der Insel.  Dort oben befindet sich eine der gefährlichsten Stellen, denn auch wenn es unten klar und sonnig ist kann auf dem Berg trotzdem Nebel sein. Die Fahrer starten Im Abstand von nur zehn Sekunden hintereinander. Da kann es eng werden, wenn vorne einer langsamer fahren muss. Die Gefahr ist nicht ganz so groß, denn bei der Tourist Trophy, den richtigen Rennen auf der Isle of Man, darf nicht jeder ran. Ein Fahrer, der an den Start will, muss eine Renn-Lizenz haben und nachweisen im selben Jahr mindestens sieben Rennen gefahren zu sein. Da auch die Motorräder aus einer Klasse sind und etwa das selbe Leistungsniveau haben sind zehn Sekunden Abstand in der Regel schon eine ganze Menge.

  Auch einige Deutsche nehmen jedes Jahr die Strapazen und Kosten auf sich um an dem historischen Rennen teilzunehmen. Da gilt es im Vorfeld Gleichgesinnte zu finden, die ebenfalls das Spektakel erleben wollen und bereit sind sich die Kosten zu teilen. Daneben braucht ein Pilot auch noch mindestens einen Mechaniker und jemanden, der die Tankmanöver durchführt. Ganz so professionell wie in der Formel 1 geht es beim Tanken auf der Isle of Man nicht zu. Das Benzin wird in großen Metallbehältern die über den Boxen hängen aufbewahrt und von dort in die Tanks geleitet.

Isle of Man I
Foto: Tom Schönfelder

Thomas Schönfelder ist bereits zum sechsten Mal bei der Tourist Trophy dabei. Er nimmt eine Menge Strapazen und viel Unkosten in Kauf um sich diesen Traum jedes Jahr zu erfüllen. Seit 2001 hat er erst einmal gefehlt. 2003 musste er seinen Abschluss als Techniker machen. Ansonsten gehört der Mann aus Kassel mittlerweile zum festen Stamm der Privatfahrer auf der Insel.

  Doch dieses Jahr war auch für ihn ein besonderes. Für den Motorradsport hat er viel aufgegeben, auch viel an Privatleben. Doch vor drei Jahren traf er seine große Liebe, Simone. Im letzten Jahr haben sich die beiden auf der Insel verlobt. Dieses Jahr fand nun die Trauung statt. Natürlich auf der Isle of Man.

Auch sportlich war Schönfelder wieder erfolgreich. Bei der Senior Tourist Trophy lag er am Ende als bester Deutscher auf dem 30. Platz und holte sich ein Bronze Replika. In den anderen beiden Rennen musste er sich dieses Jahr seinem Freund und Kollegen Frank Spenner geschlagen geben. Aber für das nächste Jahr ist schon Revanche angekündigt. Beim nächsten heißen Ritt auf der Insel der Motorrad-Begeisterten.

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben