Kia cee’d : Das Unter-Fünf-Liter-Auto

Unterwegs im Alltag – mit einem Kompakten, der positiv überrascht.

Auf den ersten Blick …

staunt man. Ein Koreaner? Sieht gar nicht danach aus! Glückwunsch, es hat also geklappt mit der neuen Taktik von Kia: Der cee’d wurde in und für Europa entwickelt. Ansehnlich ist er geworden, ein bisschen dynamisch gar, klare Flächen, ein paar scharfe Kanten in der Seitenlinie, die Räder weit außen, ein kräftiges Heck.Auch innen stimmt die Mischung: Kein Schnickschnack, griffige Materialien, alles am richtigen Platz. Und alles gut verarbeitet.

Pluspunkte gibt es vor allem für …

einen 1.6-Liter-Dieselmotor, der seinen Job richtig gut macht: Er läuft ruhig und nervt nie mit billigem Lärm. Schon bei niedrigen Drehzahlen zieht er recht ordentlich – und vor allem: Er ist ein Sparmeister. Mit größter Disziplin verbrauchten wir während der Testzeit leicht unter oder leicht mehr als fünf Liter. Die Handschaltung passt gut zum Antrieb, arbeitet kurz und präzise. Wer wegen der Dieselpreise lieber zum Benziner greift, findet im Basismotor 1.4 eine prima Alternative.

Weniger Charme hat …

das Fahrwerk. Wir finden es eine Spur zu straff, was der Rücken insbesondere auf den miserablen Straßen Pankows registriert. Abzuraten ist vom Navi: Die Anzeige ist viel zu klein, die Bedienung fummelig. An die elektronisch gesteuerte Lenkung haben wir uns nach kurzer Zeit gewöhnt. Die macht einem das Einparken leicht, verlangt auf der Autobahn aber nach deutlich mehr Kraft aus den Armen.

Das spannendste Detail …

ist nicht zu sehen, sorgt aber für gute Sicht: Die Scheiben hat Kia speziell beschichtet. So läuft Regenwasser schneller ab und hinterlässt weniger Spuren – die Lotusblüte lässt grüßen.

Unter dem Strich die richtige Wahl für …

selbstbewusste Mitspieler in der Kompaktklasse. Vergesst die Vorurteile – dieser Kia ist anders. Besser. Mit zwei Kindern kommt man ausgezeichnet zurecht – und spart bis zu 2000 Euro gegenüber deutschen Konkurrenten. eric

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

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