Kia : Man Ceed sich

Zuwachs für das Überraschungsmodell 2007: Kia hat jetzt einen Sporty Wagon mit mehr Platz im Heck - Dank eines Scharnier-Tricks.

Eric Metzler
Kia Ceed
Eine der besten Neuerscheinungen des Jahres: der Kia Ceed. -Foto: promo^

BerlinEs ist keine Geschmacksfrage mehr, es ist eine Erkenntnis: Der Kia Ceed hat zwar einen ziemlich beschränkten Namen, aber der Kompakte war eine der besten Neuerscheinungen dieses Jahres: Er macht optisch was her, er ist tadellos verarbeitet, er fährt sich genauso gut wie ein Golf – aber er ist günstiger. Der Ceed ist Kias erster Europäer. Das Auto wird in Tschechien und nicht wie die Picantos und Sorrentos in Korea gebaut. Nach dem viel beklatschten Marktstart vor einem Dreivierteljahr wird aus dem Einzelgänger Ceed nun eine Familie: Der Sportkombi ist da.

Die ersten Ausfahrten lassen auch hier einen klaren Schluss zu: Mit dem macht man in dieser Preisklasse nichts falsch. Der „Sporty Wagon“ vereint die guten Fahreigenschaften des Brüderchens Steilheck mit dem Nutzwert des Kombis. Zudem kommt er schick und eigenständig daher: Das Heck ist trotz L-förmiger Leuchten klar und unverschnörkelt gezeichnet. Obwohl der Kombi mehr als 23 Zentimeter länger ist, stimmen die Proportionen – den Rivalen Golf Variant sticht der Ceed in diesem Punkt eindeutig aus. Praktisch ist die Kofferraumklappe: Deren Scharnier haben die Ingenieure um 22 Zentimeter nach vorn in die Dachfläche verschoben. Das hat zwei schöne Folgen. Einmal kragt die Tür beim Öffnen nicht so weit aus, was sich in engen Parklücken bezahlt macht. Und wer den Wagen hinten belädt, hat mehr Kopffreiheit; selbst größeren Eignern bleiben Kopfnüsse erspart. Auch drinnen gibt es ladetechnisch keinen Anlass zur Klage: 534 Liter Gepäckraumvolumen sind ein sehr guter Wert. Die Rückbank lässt sich im Verhältnis 60:40 umklappen, dann ergibt sich eine ebene Fläche. Wer mehr als 1664 Liter unterbringen muss, weicht aus aufs Dach: Die Reling hier oben ist immer Serie.

Für den Kombi bietet Kia die gleichen Motoren und Getriebe an wie für den Ur-Ceed: drei Benziner und zwei Diesel zwischen 90 und 143 PS. Abraten möchten wir von der Kia-Automatik im Allgemeinen und vom 2-Liter-Benziner im Speziellen; unser Favorit ist der 1,6-Liter-Turbodiesel mit 115 PS. Mit dem ist man jederzeit flott genug unterwegs. Er dreht kraftvoll, aber harmonisch hoch – und wer alle verfügbaren Spritspar-Empfehlungen beherzigt, schafft es tatsächlich unter die Verbrauchsgrenze von fünf Litern.

Die Preise für den Ceed Kombi starten bei 15 900 Euro. Dafür gibt es die Basisversion LX, in der ESP, Bremsassistent, sechs Airbags und aktive Kopfstützen Serie sind. Den starken Zweiliter-Diesel in der gehobenen Ausstattung mit der Bezeichnung TX gibt es ab 24 725 Euro. Da sind dann auch Parksensoren, Leichtmetallfelgen, Klimaanlage, Regensensor und Sitzheizung inklusive. Unabhängig von der Ausstattungslinie punktet Kia mit einer bahnbrechenden Garantie: Sieben Jahre oder 150 000 Kilometer schreiben die Koreaner jedem Käufer in den Vertrag. Gut möglich, dass damit wahr wird, wovon die Manager träumen – endlich auch ein Geschäft mit Firmenfahrzeugen zu machen. Einen Kia als Dienstwagen? Ein bisschen Geduld noch.

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