Kindersitze für das Auto : Nur rückwärts ist sicher

Die Gesetzgebung zu Kindersitzen für das Auto in Deutschland ist mangelhaft. Offiziell ist es schon ab neun Kilogramm erlaubt ein Kind vorwärts gerichtet zu transportieren. Für Experten ein Graus, denn ein Baby oder Kleinkind ist den Kräften im Falle eine Unfalls nicht gewachsen.

Crashtest mit Kind: Schon auf dem Bild ist zu erkennen, wie die Fliehkräfte auf die Nackenmuskulatur eines Kindes wirken.
Crashtest mit Kind: Schon auf dem Bild ist zu erkennen, wie die Fliehkräfte auf die Nackenmuskulatur eines Kindes wirken.Foto: dpa

Kleine Kinder sollten so lange wie möglich rückwärts im Auto mitfahren. Nach Expertenmeinung sind Babyschalen und Kindersitze, in denen die Kleinen mit dem Rücken zur Fahrtrichtung sitzen, am sichersten. Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) rät daher, frühestens auf einen frontgerichteten Sitz zu wechseln, wenn der Kopf des Kindes über die Rückenlehne der Babyschale hinausschaut.
Nach der seit Juli 2013 geltenden „i-size“-Regelung (ECE-Norm R129) ist für Kinder bis zum Alter von 15 Monaten der rückwärts gerichtete Transport vorgeschrieben, wenn der Sitz nach ihr zertifiziert ist. Die bekannte Norm R44 gilt jedoch weiterhin parallel, laut dem ARCD voraussichtlich noch bis 2018. Bei ihr dürfen Kinder ab einem Gewicht von neun Kilogramm vorwärts im Auto mitfahren.

Wer einen R44-Sitz kauft, sollte aber darauf achten, dass er die Nummer 44/03 oder 44/04 trägt, denn die Ziffern 01 und 02 weisen darauf hin, dass die Schale vor 1995 hergestellt wurde und nicht mehr verwendet werden darf, so der ARCD. (dpa)

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