KLEINES DUELL : Schlägt MiTo Mini? M & M im Vergleich

Der Mini Cooper bekommt Konkurrenz. Der Alfa Romeo MiTo kämpft im Lifestyle-Kleinwagen-Segment um die Führungsrolle. Kann das was werden?

Outfit. Sorry MiTo, Du bist definitiv tageslichttauglich, aber gegen den zeitlosen Retro-Chic des Minis holst Du keine Schnitte. Da hilft es auch nichts, dass der MiTo-Fan unter anderem zehn verschiedene Karosseriefarben, fünf Designs für die Alu-Räder und 14 verschiedene Rahmen für Rückleuchten und Scheinwerfer wählen kann.

1:0 für den Mini.

Innenraum. Auch wenn die Zweitauflage des Coopers viele Verarbeitungssünden des Vorgängers ausgemerzt hat, beim verspielten Cockpit bleibt einiges zu bemängeln. Die schicken Klarlack-Applikationen machen was her, aber Plastik-Schalter machen trotz Chrom-Optik keinen wertigen Eindruck. Und: Der riesengroße Pizza-Tacho in der Mittelkonsole ist nicht jedermanns Sache. Auch das MiTo-Cockpit ist nicht über jeden Zweifel erhaben. Manche Farbkombinationen der Einsätze und des Armaturenbretts verursachen Augenschmerzen: Kupferrotes „Nero Rosso“ in schwarzem Umfeld geht gar nicht! Dennoch:

Hier hat der MiTo die Nase vorne. 1:1.

Platz. Machen wir es kurz. Beide sind für DINK-Pärchen (Double Income No Kids) oder Singles gemacht. Vorne ist genug Platz, aber hinten wird es eng. Einen Einkauf im Möbelhaus sollte man sich und beiden nicht zumuten. Der Alfa hat den größeren Kofferraum (270 bis 950 Liter gegen 160 bis 680). Kein Wunder, der Italiener ist auch mit 4,06 Meter 35 Zentimeter länger. Das macht sich beim Park-Platz negativ bemerkbar.

Deswegen: Unentschieden. 2:2.

Fahren. DNA hin, Downsizing beim Motor her – hier hat der MiTo keine Chance. Klar hat der kleine Alfa 20 PS weniger als der Mini Cooper S. Der 1.4-l-Turbo-

Motor ist im Paket mit dem 1220 Kilogramm schweren MiTo alles andere als eine Krücke. Aber gegen das famose Twin-Scroll-Turbo-175-PS-Kraftwerk des Mini Cooper S hat er keine Chance. Beim Verbrauch geben sich beide nicht viel und haben mit 6,5 l/100 km (MiTo) und 6,2 l/100 km (Cooper S) einen eher mäßigen Durst. Auf dem Asphalt das gleiche Bild. Der MiTo überzeugt durch Agilität, kommt aber an das Gokart-Feeling des Minis nicht heran.

England geht mit 3:2 in Führung.

Ausstattung/Preis. Hier langt Mini richtig hin: 22 100 Euro. Nach schlechtester BMW-Tradition ist die Aufpreisliste lang. Selbst für den Sport-Knopf (direkteres Ansprechen von Gaspedal und Lenkung) blecht man 130 Euro. Das und mehr bietet das DNA-System beim MiTo serienmäßig. Zwar ist die Serienausstattung auch nicht übermäßig opulent, aber mit 17 950 Euro kostet der MiTo 4150 Euro weniger als der Mini Cooper S – viel Holz. Klarer Punkt für Alfa. 3:3. gomo

Wem das Unentschieden Lust auf mehr macht: Der neue MiTo steht seit zwei Wochen bei den Händlern.

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar