Konzept für Reiselimousine von Rinspeed : Kaffee und Kuchen bei Tempo 120

Lenkrad in der Mitte des Armaturenbretts, fünf Mitfahrer sitzen einander gegenüber - die Schweizer Autotüftler von Rinspeed stellen mit dem "XchangE" auf dem Genfer Autosalon im März eine interessante Autopilot-Studie vor.

David Digili
Autopilot, keine Mittelkonsole: Rinspeeds Konzept für das Fahrerlebnis der Zukunft soll auf dem Genfer Autosalon 2014 präsentiert werden.
Autopilot, keine Mittelkonsole: Rinspeeds Konzept für das Fahrerlebnis der Zukunft soll auf dem Genfer Autosalon 2014 präsentiert...Foto: dpa

Während Mercedes und andere Hersteller eifrig an den technischen Voraussetzungen für selbstfahrende Autos tüfteln, denkt man bei Rinspeed schon weiter. Das Schweizer Unternehmen will auf dem Genfer Autosalon im März anhand einer Studie zeigen, wie bequem Autofahren in Zukunft sein könnte, wenn der Autopilot für Pkw tatsächlich kommt. Bei dem Showcar „XchangE“ handelt es sich um eine Reiselimousine mit Elektroantrieb, in der sich bis zu fünf Mitfahrer gegenübersitzen können - eine schnörkellose Umsetzung der Idee "Autopilot".

Orientierung an Jet-Design

Die beiden Komfortsitze vorne sind drehbar, das Lenkrad lässt sich in die Mitte des Armaturenbretts verschieben. Eine störende Mittelkonsole gibt es nicht. So können die Passagiere nach der Vision der Entwickler bei Tempo 120 Konferenzen oder ein Kaffeekränzchen abhalten, wenn der Autopilot eingeschaltet ist.

Außerdem gibt es für alle Mitfahrer ein individuelles Infotainment-Angebot mit Musik, Filmen und Internet, erklärt Rinspeed-Chef Frank M. Rinderknecht und ergänzt: "Nur fliegen ist schöner" - das Lenkrad-Schema kommt auch bei modernen Jets zum Einsatz.

Konzepte seit 1979

Die Firma Rinspeed wurde 1977 als "Rinspeed Garage" gegründet und stellte zunächst Behindertenfahrzeuge her. Seit 1979 sorgt der Autobauer regelmäßig auf dem Genfer Autosalon mit visionären Konzeptfahrzeugen für Furore. Dazu gab es bereits Kooperationen mit Mercedes-Benz, AMG oder Bugatti. In die Serienproduktion hat es bislang noch keine der Studien geschafft. Das "XchangE" ist bereits die 20. Konzeptentwicklung der Schweizer, die bei ihrer neusten Idee mit Partnern wie Continental, Harman oder Borbet zusammenarbeiten.

Aktuellen Umfragen zufolge gibt es bei deutschen Autofahrern großes Interesse an Fahrhilfen und Autopiloten, gerade auf langen Fahrten. Auch Konzerne wie Nissan, Toyota oder Honda arbeiten dazu seit geraumer Zeit an Plänen für "intelligente Autos" und der Entwicklung von Technik für "autonomes Fahren". (mit dpa)

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