• Ladewunder und Cityfloh – über kurz oder lang Caddy Maxi und Kangoo Rapid Compact

Auto : Ladewunder und Cityfloh – über kurz oder lang Caddy Maxi und Kangoo Rapid Compact

Langes wird kürzer, kurzes wird länger – so könnte man umreißen, was VW und Renault ihren kleinen Transport-Bestsellern haben angedeihen lassen: So hat der französische Kangoo Rapid eine Variante erhalten, bei der 38 Zentimeter weniger Ausdehnung für mehr Wendigkeit und City-Tauglichkeit sorgen. Bei VWs Caddy ging der Gedanke in die andere Richtung. Motto: Eigentlich wäre der Kleine das perfekte Auto für den Betrieb, könnte mancher Chef denken – doch die maximal 2,50 Meter lange Ladefläche reicht nicht aus. Denn manchmal müssen auch bis zu drei Meter lange Bauteile transportiert werden.

Schon im kommenden Frühjahr wird es den VW Caddy deshalb in einer Langversion geben: als Caddy Maxi. 47 Zentimeter länger als die Normalversion, bringt es der Neue auf eine Gesamtlänge von 4,88 Meter und einen Radstand von exakt 3,00 Meter. Damit wird er zu einem Riesen unter den Stadttransportern, der dem VW Transporter ernste Konkurrenz macht. Denn sein Laderaum mit der 2,25 Meter langen Ladefläche fasst bis zu 4,2 Kubikmeter. Bis zu 800 Kilogramm Nutzlast befördert die lange Version des Caddy, die sich zudem durch besonders große Variabilität auszeichnet – und in der Shuttle-Version bis zu sieben Personen befördern kann.

Aber zurück zum Lastentier: Ordert man zum Beispiel die sogenannte Vario-Trennwand und den klappbaren Beifahrersitz, dann kann man bei Bedarf sogar bis zu drei Meter lange Gegenstände verstauen. Außerdem gibt es für den langen Kastenwagen auf Wunsch eine zweite Schiebetür und statt der Flügeltüren am Heck auch eine Heckklappe. Und bei einem Durchlademaß von 1,17 Meter zwischen den Radhäusern kann man Europaletten problemlos auch längs einladen.

Angetrieben wird der Caddy Maxi wahlweise von einem 1,6-l-Benziner mit einer Leistung von 102 PS oder zwei sparsamen Turbodieseln. Neben dem 1,9 TDI mit 105 PS als Einstiegsmodell in die Diesel-Palette ist das der neu eingeführte 2.0 TDI mit 140 PS. Mit einem höchsten Drehmoment von 320 Newtonmetern bei schon 1800 Umdrehungen pro Minute ist dieser Motor besonders anzugsstark.

Er bleibt übrigens nicht nur der Langversion vorbehalten, sondern wird nun auch für den normalen Caddy als Kasten und Kombi sowie den Caddy Life angeboten. Die Preise für den Kasten und Kombi als TDI 2.0 beginnen bei 17 480 und 17 910 Euro (ohne Mehrwertsteuer).

Während Volkswagen mit dem Caddy Maxi nun eine Langversion seines City-Transporters präsentiert, macht Renault beim sehr erfolgreichen Kangoo Rapid das genaue Gegenteil. Denn mit dem soeben vorgestellten Kangoo Rapid Compact wird künftig auch eine Kurzversion angeboten. Auf das Kleinwagenmaß von 3,83 Meter verkürzt, hat sie fast die Größe des soeben vorgestellten neuen Kleintransporter-Trios, das als Citroën Nemo, Fiat Fiorino und Peugeot Bipper an den Start gehen wird. Auch das Ladevolumen von 2,3 bis 2,9 Kubikmeter entspricht dem der neuen Konkurrenz.

Die Breite des Laderaums zwischen den Radkästen misst 1,12 Meter. So kann der kompakte Kangoo bei einer Laderaumlänge von 1,34 Meter problemlos eine Europalette aufnehmen. Aber auch längeres Ladegut lässt sich unterbringen. 2,11 Meter sind möglich, wenn man einen zusammenklappbaren Beifahrersitz wählt. Verzichtet man ganz auf die zweite Sitzgelegenheit, dann ist sogar für bis zu 2,54 Meter langes Ladegut Platz und das Stauvolumen wächst auf insgesamt 2,9 Kubikmeter.

Mit seinem Wendekreis von nur 9,4 Metern und einer elektrischen Servolenkung als Serienausstattung ist der mit einem Benziner und zwei Turbodieseln verfügbare Kangoo Rapid Compact ein idealer Transporter für die City. Nebenbei hat Renault auch ein wenig Spritspartechnik verbaut: eine elektrische Servolenkung, die nur dann Energie frisst, wenn sie benutzt wird. Immerhin 0,2 Liter Minderverbrauch verspricht der Hersteller durch ihren Einsatz.

Allerdings: Wer sich für den kurzen Kangoo Rapid interessiert, muss noch ein ganz klein wenig Geduld aufbringen. Denn auf dem deutschen Markt wird er erst im Juli 2008 starten.

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar