Auto : Lange Reichweite, null Emission

Eine A-Klasse mit Brennstoffzelle im Sandwichboden

Was der Smart ed für die Stadt, ist die Brennstoffzellen-A-Klasse für die langen Touren. So der Plan. Allerdings sind da noch einige rote Ampeln vor…

1Brennstoffzellen kommen immer mehr in Mode. GM startete bereits einen weltweiten Feldversuch mit 100 Hydrogen 4 (zehn davon in Berlin). Mercedes hat eine ähnliche Zahl auf der Straße – „weil die Brennstoffzelle die Königsdisziplin der elektrischen Antriebstechnik ist. Sie vereint eine lange Reichweite mit keinerlei Emissionen im Fahrbetrieb“, sagt Christian Mohrdieck, Leiter der Brennstoffzellenentwicklung. Klingt einleuchtend und simpel. Doch die Brennstoffzelle hat noch mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen: Das Speichern des Wasserstoffs, dessen aufwändige Herstellung, das dünne Tankstellennetz und die teuren Batterien. Doch an all diesen Stellschrauben wird bereits heftig gedreht. 2010 soll es eine B-Klasse mit 136 PS, 400 km Reichweite und einem Verbrauch geben, der etwa 2,9 Liter Diesel/100 km entspricht. Einen Vorgeschmack auf diese Art der grünen Mobilität gibt die „A-Klasse F Cell“. F Cell steht für Fuel Cell, den englischen Begriff für Brennstoffzelle. Das Vehikel fährt sich wie jedes andere E-Auto. Man legt den Automatik-Gang ein und gibt Gas. Auch hier geht es gleich zur Sache, da das volle Drehmoment von 210 Newtonmeter unverzüglich zur Verfügung steht. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 140 km/h begrenzt. Mehr wären mit dem 87 PS starken E-Motor durchaus drin.

Klangfreunde werden die Akustik eines Verbrennungs-Aggregats vermissen. Da könnten Soundfiles Abhilfe schaffen. Auch das Lenkgefühl ist etwas synthetisch, aber auch da dürfte es eine Lösung geben. Die Konstruktion der Langversion der A-Klasse hilft bei der Alltagstauglichkeit. Das komplette Brennstoffzellensystem inklusive des Nickel-Metallhybrid-Akkus und der Wasserstofftanks passen in den Unterboden. Das bedeutet keinerlei Einschränkungen beim Platz im Vergleich zu den orthodoxen A-Klasse-Modellen.

Noch sind die Zukunftsmobile richtig teuer. Unter 100 000 Euro geht nichts. Das soll sich bis 2015 ändern. gomo

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