Auto : Leichter wär’ es schon ohne Steckdose

Ein Pilotprojekt testet Laden per Induktion.

Damit ein handelsübliches Elektrofahrzeug wie etwa ein Nissan Leaf mit voller 22 kWh Batterie starten kann, muss es rund acht Stunden mittels Kabel an einer Haushaltssteckdose angeschlossen sein. Dabei fließen in der Stunde rund 3 kW durch die Leitungen. Mehr geht in diesem System in der Regel nicht. Während das Laden in der eigenen Garage problemlos zu handhaben ist, gibt es auf öffentlichen Parkplätzen nur wenige Steckdosen und auch die Handhabung des Kabels ist etwa bei Regen oder Schnee alles andere als nutzerfreundlich.

Einfacher kommt der Strom ins Fahrzeug, wenn man ohne Kabel per Induktion laden kann. Wie das im Alltag funktioniert, soll nun im Projekt BIPoLplus für drei Jahre im Großraum Stuttgart unter Leitung von Daimler erforscht werden. Mit dabei sind unter anderem auch Porsche, Bosch und verschiedene Forschungseinrichtungen. Aufklärungsbedarf sehen die Projektpartner bei der Frage, wie der Prozess der berührungslosen Schnellladung sowohl ins Auto als auch ins Stromnetz integriert werden kann. Angestrebt ist eine Ladeleistung von 22 kWh, dass würde bedeuten, dass ein Elektroauto wie der Leaf in einer Stunde wieder voll einsatzfähig wäre. Man könnte beispielsweise bei einem Einkauf, im Supermarkt die Parkzeit zum Nachladen nutzen. Auch wenige Minuten auf der Ladeschleife bringen elektrische Reichweite zurück ins Auto.

Ein Schwerpunkt der Forschung ist auch die Steuerung des Ladeablaufs mit der Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation und der Abrechnung des bezogenen Stroms. Um den Ladevorgang so komfortabel wie möglich zu gestalten, müssen die induktiven Flächen so gestaltet sein, das man sein Fahrzeug nicht ganz exakt über der Schnittstelle abzustellen braucht.

Die Projektpartner erhoffen sich durch die Umsetzung des kabellosen Ladens eine höhere Akzeptanz für das Elektroauto. BIPoLplus wird vom Bundesforschungsministerium mit rund fünf Millionen Euro gefördert. sppr

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