• LIMOUSINE, LEGENDE UND LADEMEISTER So schlagen sich drei Chrysler-Modelle auf europäischem Terrain: Das Gefühl des Sich-fallen-Lassens

LIMOUSINE, LEGENDE UND LADEMEISTER So schlagen sich drei Chrysler-Modelle auf europäischem Terrain : Das Gefühl des Sich-fallen-Lassens

Der Jeep bleibt sich treu: Er ist geländegängig, kraftvoll und tritt erstmals als Viertürer und Diesel an

Sabine Beikler

Das ist nichts für Menschen mit Höhenangst: im Jeep, am Rand des Abgrunds, nach unten keine Sicht, geradeaus nur der Blick auf Steine, Steine, Steine. Das mulmige Gefühl, sich mitsamt dem Geländewagen fallen lassen zu müssen, geht auch durch die aufmunternden Hinweise des Instruktors nicht weg, dass sich schwere Fahrzeuge „nicht oder ganz selten“ nach vorn überschlagen würden. „Achten Sie nur auf die Falllinie“, sagt der Beifahrer. Dann geht’s ab nach unten.

Durch vergrößerte Bodenfreiheit und kürzere Überhänge vorn und hinten schafft der Jeep die schwierigsten Off-Road Trails der Welt. Extreme Steigungen und Gefällestrecken überwindet das Fahrzeug je nach Modell durch bis zu 37,8 Grad vorderen und 31,3 Grad hinteren Böschungswinkel – das ist die maximale Steigung, die gefahren werden kann, ohne dass Karosserieteile den Boden berühren. Das Fahrzeug hat es sogar zu einem Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde gebracht: In den chilenischen Anden kletterte der Jeep im März auf 6646 Meter und erzielte damit den Höhenweltrekord für vierrädrige Fahrzeuge. So hoch war der gefahrene Parcours im Steinbruch zwar nicht, aber man spürt deutlich die Kraft und ausgefeilte Technik des Jeeps, die seit dem Debüt des Jeep-Urahnen Willys MB 1941 kontinuierlich weiterentwickelt wurde.

Zur besseren Geländegängigkeit hat der Jeep ein aktives Entkoppelungssystem (Active Sway Bar System ASBS), bei dem der vordere Querstabilisator bei Bedarf elektronisch abgekoppelt werden kann und so zusätzlicher Federweg gewonnen wird. Zuschaltbar ist ein zweistufiges Verteilergetriebe mit einem hervorragenden Untersetzungsverhältnis von 2,72:1. Das bedeutet im Gelände: Bergab wird der Zweitonner ausgezeichnet abgebremst, wenn die Kupplung eingreift. Zusätzliche technische Finessen wie die sperrbaren Tru-Lock Differentiale kann man im Jeep Rubicon ausprobieren.

Mit dem Jeep Wrangler Unlimited bietet die Chrysler-Group seit April erstmals eine viertürige Version an und erstmals auch einen Dieselmotor. Das Fahrzeug hat einen hohen Wiedererkennungswert: Aufgetreten ist es nicht nur in Kriegs- und Antikriegsfilmen, auch der erste „Terminator“ endet mit einem wegfahrenden Jeep. Die kraftvolle Ausstrahlung bewirken vor allem der große Frontgrill mit den sieben Lüftungsschlitzen und die kleinen, runden Scheinwerfern. Typisch sind die Gummiaufleger auf der Motorhaube, damit die Frontscheibe umgeklappt werden kann – in Deutschland aber verboten. Was jedoch elektrische Fensterheber im Geländewagen zu suchen haben, ist nicht nachvollziehbar.

Neben dem 3,8 Liter-Benzinmotor mit 146 kW (199 PS) hat Chrysler den 2,8-Liter-Common-Rail-Diesel mit 130 kW (177 PS) auf den Markt gebracht. Der Preis für den viertürigen Diesel beginnt bei rund 30 000 Euro, den Benziner gibt es ab etwa 28 000 Euro. Platz hat im neuen Jeep Wrangler Umlimited die ganze Familie. Und geländetauglich ist er auch. Nur: Wie viele Geländewagenfahrer trauen sich da hin – ins Gelände?

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