Mazda : Fühlen Sie mal

Wenn Mazda seinen 3er auffrischt, sollte man hinschauen – auch, wenn man zunächst wenig sieht.

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Mazda unterzieht seiner 3-er Generation einem Facelifting. Ausstattungsbereinigt ist dabei der Blick für's Detail gefragt...
Mazda unterzieht seiner 3-er Generation einem Facelifting. Ausstattungsbereinigt ist dabei der Blick für's Detail gefragt...Foto: dpa

Sie kennen das: Man suche auf dem Ratebild die eingebauten Fehler gegenüber dem Originalbild und kann man im besten Falle eine Kleinigkeit gewinnen. Zuweilen ist das zu einfach und produziert Langeweile. Bei seinem speziellen Bilderrätsel macht es Mazda es selbst Freunden des Hauses nicht leicht. Man muss schon sehr genau hinschauen, um die Unterschiede im äußeren Erscheinungsbild beim jüngsten Facelift der zweiten Mazda 3-Generation zu finden.

Vordere und hintere Stoßfänger wurden leicht überarbeitet, der Grill noch etwas muskulöser und die neu gestalteten Heckleuchten weiter nach außen gezogen. Das war es dann schon. Im Innenraum verbesserten die Japaner die Qualität der Kunststoffe, und die Instrumente sind nun einfacher ablesbar, die Cockpitbeleuchtung wechselte von rot auf weiß. Das Minidisplay des ehemaligen Navis weit hinten im Cockpit wich einem großen 5,8-Zoll-Bildschirm mit Berührungsbedienung in zentraler Lage von Tom Tom für 720 Euro. Endlich. Überhaupt: Es sind die vielen kleinen Dinge, die zusammengenommen, schon zu einem fühlbaren Unterschied im Alltag gegenüber dem bisherigen Modell führen.

Mazda verfährt bei dieser Überarbeitung – wie übrigens bereits beim letzten Facelift der Vorgängergeneration im Jahre 2006 – nach dem Motto: Das Wesentliche muss man nicht sehen, wohl aber spüren. Denn mehr als die kleinen optischen Veränderungen zählen die technischen. Gezielte Verstärkungen im Unterboden erhöhen die Karosseriesteifigkeit und damit die Lenkpräzision, zu der auch die neu abgestimmte geschwindigkeitsabhängige Servolenkung beiträgt. Optimierte Dämpfer an den vorderen und hinteren Radaufhängungen verbessern die Agilität, obwohl Mazdas Dreier in dieser Hinsicht noch nie ein Kind von Traurigkeit gewesen ist. Der Fortschritt im Detail ist fühlbar – und der Fahrer freut sich. Sauber lenkt das Auto ein, federt trotz straffer Abstimmung nun sensibler, und die verstärkte Geräuschdämmung zeigt ihre wohltuende Wirkung.

Die Motoren – drei Diesel von 115 bis 185 PS sowie zwei Benziner mit 105 und 150 PS; dazu der MPS mit 260-PS-Otto – wurden geringfügig sparsamer. Wir sind die ganz neue Kombination Basis-Benziner mit Automatikgetriebe gefahren. Eine Empfehlung? Jein! Der 1.6er ist ein Sauger alter Schule; nicht der Durchzugsstärkste, aber im Alltag meist stark genug. Zudem ist die einst dröhnige Maschine kultivierter geworden und besser gedämmt. Mit dem serienmäßigen Fünfgang-Schaltgetriebe, das sich, wie bei Mazda gewohnt, exzellent betätigen lässt, reicht die Kraft des Vierventilers aus (Null bis 100 in 12,2 Sekunden, Vmax 181 km/h), um mitzuschwimmen im Verkehr. Auf unserer Testrunde pendelte sich der tatsächliche Verbrauch auf 7,5 Liter statt der von Mazda versprochenen 6,4 Liter ein.

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