Auto : Meine Marke: Was heißt schon treu? Eine Studie klärt über Autokäufe auf

Die meisten Autofahrer halten sich für markentreu. Würde ihr Auto ein halbes Jahr nach der Anschaffung gestohlen – 96 Prozent aller Neuwagenkäufer würden ein Fahrzeug der gleichen Marke kaufen. 89 Prozent gaben sogar an, erneut zum gleichen Modell zu greifen. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten DAT-Report 2011 des Marktbeobachtungs-Unternehmens Deutsche Automobil Treuhand (DAT) hervor. Bei den Gebrauchtwagenkäufern zeigt sich ein ähnliches Bild: 90 Prozent würden wieder ein Fahrzeug der Marke des alten anschaffen.

Anders als diese Absichterklärungen sieht jedoch die Realität aus. „Die Markentreue beim späteren tatsächlichen Kauf stellt sich ganz anders dar“, ist in dem Report zu lesen. Nur 44 Prozent der Neuwagenkäufer, die ihr Auto wechseln, griffen laut DAT zu einem Fahrzeug mit demselben Emblem. Bei den Gebrauchtwagenkäufern lag der entsprechende Anteil bei 40 Prozent. Dass Autofahrer noch einmal umdenken, bevor sie den neuen Kaufvertrag unterschreiben, liegt dem Report zufolge an dem Anreiz, der von neu auf den Markt kommenden Modellen ausgeht sowie an den regelmäßigen Sonderangeboten des Handels.

Insgesamt kauften im vergangenen Jahr in Deutschland rund 9,3 Millionen Menschen ein Auto. Rund 2,9 Millionen Fahrzeuge wurden neu zugelassen; 6,4 Millionen wechselten laut Report den Besitzer als Gebrauchte. Auffällig dabei ist, dass gegenüber dem Vorjahr Fahrzeuge neben Ersparnissen und Verkaufserlösen auch wieder mehr mit geliehenem Geld finanziert wurden. Beim Neuwagenkauf stieg der Kreditanteil um rund 7 auf durchschnittlich 37 Prozent; bei den Gebrauchten stieg er leicht von 23 auf 24 Prozent. Ein Neuwagen kostete 2010 durchschnittlich 26 030 Euro; für ein Gebrauchtfahrzeug wurden im Schnitt 8790 Euro bezahlt. Ein Viertel der Neu-, aber nur zwei Prozent der Gebrauchtwagenkäufer entschieden sich, das Auto zu leasen.

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