Mercedes C-Klasse : Davon bringt mich nichts ab

Auch die neue C-Klasse gibt es mit dem verbesserten Allradantrieb von Mercedes - für den Fahrer eine sichere Sache.

Eric Metzler
C-Klasse
Die neue C-Klasse. -Foto: promo

Wer den 40-Sekunden-Spot bei Youtube aufruft, muss kein technischer Schlaumeier sein, um zu verstehen, worum es hier geht. Die Nadel des Plattenspielers setzt auf; der Song „Snowflake“ erklingt. Zwei, drei Takte, dann krkrkrkrrr, ratscht die Nadel über die Langspielplatte ins Aus. Zweiter Versuch. Krrrrr. Dieselbe Nummer, vorbei. Beim dritten Mal steht auf dem Plattenarm ein kleiner Mercedes – und die LP läuft anstandslos durch.

Der Abspann wäre überflüssig, die Botschaft versteht sich von selbst: „Besser in der Spur bleiben“ steht da, und gemeint ist der permanente Allradantrieb von Mercedes. „4matic“ heißt die Eigenentwicklung der Stuttgarter, und was sie zu leisten vermag, können die Fahrer der neuen C-Klasse in diesem Winter erstmals herausfinden – sei es, weil sie im Hunsrück, in Bayern oder Osteuropa leben oder sei es, weil sie mit dem Familienauto von Berlin aus in den Winterurlaub nach Österreich starten. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Verblüffende Traktion auf rutschigen Straßen, geschlossener Schneedecke oder, gefährlicher noch, auf Fahrbahnen, die teils trocken, teils glatt sind. Ob Anfahren am leichten Hang, zügiges Durchfahren der Kurven oder Ausweichen, weil plötzlich Hindernisse auftauchen – all das verliert seinen Schrecken und hilft, in Grenzsituationen besonnen zu bleiben.

Dabei ist die Philosophie der 4matic schlicht: Keine Einbußen bei Handling und Komfort; die Technik gibt Sicherheit, aber der Fahrer muss sich nicht kümmern. Anders als in klassischen Geländewagen oder den abgeleiteten SUV lässt sich nichts zu- oder abschalten. Der Allrad ist immer aktiv. Auch gibt es keine Differenzialsperren, über deren Einsatz man sich einen Kopf machen müsste. Obwohl die Antriebskraft andauernd im Verhältnis 45 Prozent vorne zu 55 Prozent hinten auf die Räder verteilt wird, arbeitet das System alles andere als starr: Sensoren ermitteln, was in der Sekunde auf dem Straßengrund los ist – und noch im selben Moment entscheiden das elektronische Stabiliätsprogramm ESP und das Traktionssystem 4ETS gezielt, um wie viel welche Räder abgebremst werden. Das ist die Logik hinter dem Ganzen: Automatische Bremsimpulse für durchdrehende Räder erhöhen das Antriebsmoment der Räder mit guter Traktion. Den größten Effekt hat das natürlich bei Schnee oder Glatteis – es nutzt aber generell bei widrigem Wetter und schlechtem Fahrbahnbelag.

Gegenüber den Vorgängermodellen bietet die wartungsfreie 4matic, die in der aktuellen S-Klasse debutiert hat, ein maßgebliches Plus: Das für den Allrad entscheidende Bauteil mit Namen „Verteilergetriebe“ ist kompakter und nun platzsparend in die Siebengangautomatik integriert. Zudem ist die Anbindung an die Vorderachse eleganter gelöst.

Für den Normalfahrer sind die technischen Details dahinter weniger spannend als die Effekte. Erstens: Es gibt keine Ausbuchtung im Fußraum des Beifahrers mehr (in früheren Modellen sprach man von „Tunnelbeulen“). Zweitens: Geräusche oder Schwingungen sind kaum noch wahrzunehmen. Und drittens: Das geringe Mehrgewicht von je nach Modell 60 bis 70 Kilogramm drückt den Mehrverbrauch; in der Praxis dürfte der bei gut einem halben Liter liegen.

youtube.com (Suche „Snowflake“).

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben