Mercedes : Flügeltürer SLS: Das jüngste Gericht

Was passiert, wenn Uncle Benz eine Tochter kochen lässt: Der Flügeltürer SLS ist das Auto des Jahres

Auf den Punkt. Der Sternekoch hat es in sich. Herrje. Wie macht er das bloß? Die Garzeit, der Ober, die Deko? Schwer zu sagen. Es stimmt einfach alles. Vielleicht ist der ganze Prozess das Geheimnis. Das Beschaffen, Fabrizieren und Anrichten.

Wir gönnen uns den SLS. Als Hauptgang, der neuerdings für 180 000 Euro auf der Karte steht. Die Mercedes-Tochter AMG hat feinste Zutaten eingeholt: Das 7-Gang–Doppelkupplungsgetriebe kommt direkt vom Erzeuger, auch das Alu für Chassis und Karosserie. In der Vorratskammer liegt ein bekannter Achtender, der mit 571 PS und 650 Newtonmeter Drehmoment reichlich Fleisch am Knochen hat. Verfeinert wird das gute Stück in der Werksküche. Bei der Zubereitung wird der Schwerpunkt des SLS trotz großer Flamme extrem niedrig gehalten – bei diesem Produkt zählt Bodenhaftung selbst für die Elite. Für eine optimale Geschmacks-, nein, Gewichtsverteilung werden 6,3 Liter Hubraum hinter die Vorderachse gegossen. Kein Gewürz darf dominieren – breit die Spur, lang der Radstand. Am Ende werden Sahnehäubchen untergehoben.Im Heck der automatisch ausfahrende Flügel, im Fahrwerk Doppelquerlenkerachsen. Und wie wird serviert? Eine Schlangenlinie Balsamico reicht wohl kaum. An der Spitze darf es spektakulär sein, gerne auch legendär: Tatsache – Flügeltüren, wie sie der 300 SL in den Fünfzigern hatte! Wir erinnern den breiten Kühler, die Kiemen auf der Haube, an den Flanken. Es ist, was es war. Wir lassen den SLS auf der Zunge zergehen. Wundern uns über eine Milde, gemacht wie für jeden Tag. Und kurz drauf über Schärfe, die den 911 für einen Moment vergessen macht. Herrje.

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