Mercedes GLK : Das k-und-k-Auto

Kompakt sollte er werden. Und kantig wie die berühmte G-Klasse. Im Herbst startet der GLK – formal ein mutiger SUV.

Eric Metzler
mercedes
Mercedes GLK -Foto: promo

Na und? Warum soll ein Benz nicht polarisieren? Der hier tut’s. Weil er eckig und kantig ist. Und weil Mercedes ihn als kompakten SUV positioniert, aber dennoch mindestens 40 000 Euro dafür verlangt. Wer mutig ist, bestellt jetzt einen GLK, ohne zu wissen, ob die Investition auch der Freunde Anerkennung findet. Ausgeliefert werden die ersten Exemplare im Oktober, die mit dem spannenden Einstiegsmotor 220 CDI sogar erst Anfang des Jahres 2009. Bis dahin müssen erste Eindrücke reichen – hier sind sie.

WAS FÜR EIN TYP

Richtig, der GLK erinnert an die robuste Legende, die G-Klasse, 30 Jahre schon aktuell. Extra rein gebügelte Falten. Unmöglich! Oder? Wir haben mal eine M-Klasse direkt daneben gestellt und erschraken: Güte, sieht der M auf einmal altbacken, rundgelutscht aus. Koreanisch fast. Außen also ein völlig eigenständiger Typ, dieser GLK. Auch innen provozieren gerade Linien klare Geschmacksvoten in die eine oder in die andere Richtung. Drin allerdings ist zu sehen, der GLK ist vom Stamme der C-Klasse. Materialien, Instrumente, Bedienelemente: alte Bekannte.

WAS FÜR EIN FAHRWERK

Im X5 und in der M-Klasse sitzt man höher. Dennoch ist die Rundumsicht gut. Die Kopffreiheit ist enorm, der Platz hinten so la la. Kein Mitbewerber fühlt sich unterwegs so leicht, so wendig an. Das Fahrwerk dämpft je nach Straße und Fahrstil härter oder weicher – und trifft nach unserem Geschmack das optimale Maß. Der GLK neigt sich auch in schnell gefahrenen Kurven kaum zur Seite. Trotz seiner a-typischen Form bleibt die Akustik bis Tempo 170 sehr angenehm; mehr als der Wind sind drinnen die Abrollgeräusche der bis zu 20 Zoll großen Räder zu hören.

WAS FÜR EIN BASISMOTOR

Wie in der M-Klasse macht der große Diesel 320 CDI einen Bären-Job, die Benziner GLK 280 und GLK 350 spielen für eingefleischte SUV-Fans Nebenrollen. Das Spannendste für sparwillige Sternengucker ist ein völlig neuer Vierzylinder: Mercedes reagiert auf den Trend zu sparsameren Motoren mit dem 170 PS kleinen 220 CDI, zunächst in der C-Klasse, dann im GLK (40 341 Euro). Unserer Vorab-Tour folgt eine Empfehlung: 400 Newtonmeter Drehmoment für so ein Motörchen sind Spitze – und bleiben an der Zapfsäule ohne Reue: 6,9 Liter Verbrauch laut Liste.

WAS FÜRS GELÄNDE

Schon der serienmäßige Allrad ist gut und feldgängig. Wer mehr will, bucht ausgefeilte Offroad-Technik zu: als Paket mit speziellem Fahrprogramm, Bergabfahrhilfe und Unterbodenschutz. Wer dafür (günstige!) 700 Euro ausgibt, verleiht dem GLK erstaunliche Kletter- und Wühlfähigkeiten, die einem X3 überlegen sind. Das interessanteste Zubehör kann man für 1100 Euro im Handschuhfach nachrüsten lassen: Eine universelle Anschlussbox, an die nahezu jede Musikquelle andockt – und die aus dem (serienmäßigen) Radio Audio 20 ein Vollbild-Navi macht.

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