Mercedes : SLK 350 - das klingt jetzt nach mehr

Vom Facelift profitiert dieser Motor am meisten.

Eric Metzler

Da gibt es so einen Grat, den kann man nicht sehen, nur hören. Zwischen aufdringlich und aufregend, Vulkan und Vulgär. Wenn Hersteller am Klang basteln, rutschen sie schon mal aus und landen, roarrr, auf der prolligen Seite. Mercedes indes hat seine Arbeit wohl getan – beim Facelift des kleinen Roadster haben die Ingenieure dem SLK 350 nicht nur 33 zusätzliche PS eingehaucht. Sie haben ihm auch eine Raucherstimme verpasst, die spätestens dann zum Haken unter den Kaufvertrag zwingt, wenn die Probefahrt an widerhallenden Mauern vorbeiführt. Bei geöffnetem Dach erliegt man dann einem Soul, der vor Wärme und Kraft zugleich strotzt. Bis 7200 Umdrehungen hat das 305-PS-Motörchen nun in petto, und, Schande über uns, man reizt sie nur zu gerne aus. Ab und an und immer öfter. Weil man mehr davon will, mehr von der neuen Lieblingsmusik. „Hochdrehmotor“ nennt Mercedes die Komposition und bei diesen Leistungen im oberen Band trifft Marketingdeutsch sogar mal den Punkt. Kurzum: Der 350 ist für 46 975 Euro der Star im SLK-Programm – die AMG-Version, die unverändert acht Zylinder und 360 PS bietet, ist uns im Verhältnis zu teuer (69050 Euro).

Was hat sich sonst geändert, was nicht? Der Steckbrief des neuen SLK ist im Grunde der alte: Herrlich kompakt. Ausgereiftes In-22-Sekunden-mach-ich-mich-nackig-Stahldach. Spaßmacher in Kurven. Tadellos verarbeitet. Und im Fahrwerk so abgestimmt, dass die sportlich ambitionierte Frau am Steuer damit genauso zurecht kommt wie der komfortverwöhnte, beifahrende Mann. Einige Verbrauchswerte in der Liste sinken zwischen einem halben und einem Liter: auf 9,5 Liter beim SLK 350; auf 7,7 beim SLK 200 Kompressor (plus 21 PS auf 184 PS) und auf 9,3 Liter beim SLK 280 (wie gehabt 231 PS). Als Option gibt es die neue Direktlenkung, wie sie auch für den SL avisiert ist – der Fahrer muss bei gleichem Kurvenradius weniger einschlagen. Angeboten wird nun auch die neue Telematik- und Musikgeneration, auf die Mercedes seit Einführung der neuen C-Klasse so stolz ist. Nach unserem Eindruck gibt es bessere Routenführer; das System nervt insbesondere dann, wenn man es verpasst hat, wie angesagt abzubiegen. Optisch ist der geliftete SLK vor allem wegen der schärferen Frontpartie als „neue Generation“ zu erkennen – unbelastete Interessenten können sich für 36503 Euro aufwärts am neuen Dreispeichenlenkrad oder am Lack „Prehnitgrün metallic“ orientieren . Ab 5. April.

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