Microvans : Klein oder ganz klein, das ist hier die Frage

Microvans packen viel weg und passen in kleine Parklücken. Eine ganze Reihe Hersteller hat neue Modelle angekündigt.

dpa

Innen groß, außen klein: Micro-Vans scheinen im Kommen. Zumindest hat eine ganze Reihe von Herstellern im Bereich der ganz kleinen Großraumlimousinen Neuheiten angekündigt.

So bringt Fiat in diesem Tagen den Qubo an den Start. Der 3,96 Meter lange Fünfsitzer kostet knapp 13 000 Euro und basiert auf dem Kleintransporter Fiorino. Entsprechend groß ist sein Laderaum: Passen schon bei voller Bestuhlung 329 Liter hinter die Rückbank, schluckt der bullige Kastenwagen als Zweisitzer rund 2,5 Kubikmeter Kisten und Koffer. Unter der Haube gibt es die Wahl zwischen einem Diesel mit 1,3 Litern Hubraum und 75 PS oder einem 1,4 Liter großen Benziner, der auf 73 PS kommt. Ebenfalls neu ist der Citroën C3 Picasso, der im Februar 2009 in den Handel kommt. Abgeleitet vom Kleinwagen C3 misst der Microvan mit SUV-Optik in der Länge 4,08 Meter. Weil außerdem die Rückbank geteilt ist und um 15 Zentimeter verschoben werden kann, erreicht das Ladevolumen bereits bei voller Zahl der Sitzplätze bis zu 500 Liter. Degradiert man den C3 Picasso zum Zweisitzer, passen laut Hersteller 1506 Liter hinein. Starten wird der Franzose mit einem Diesel und zwei Benzinern, die eine Leistungsspanne von 95 bis 120 PS abdecken.

   Während diese Raumtransporter bewusst als kleine Vans positioniert werden, gehen andere auf Distanz zur Familienkutsche. Beispiel ist die zweite Auflage des Honda Jazz, die im November zu Preisen ab 12 550 Euro mit zwei Benzinmotoren (90 oder 100 PS) und einem sportlich-muskulösen Design an den Start geht. Innen ist der 3,90 Meter lange Fünfsitzer variabler als manch kleine Großraumlimousine. Denn die Sitze im Fond können nicht nur umgelegt werden, um das Kofferraumvolumen von 399 Litern auf knapp 1400 Liter zu erweitern. Zum Transport hoher Güter im Fond-Fußraum können auch die Sitzkissen aufgestellt werden. Ganz ähnlich ist der Kia Soul, der im Februar mit kubistischen Zügen punkten will. Denn immerhin ist der 4,11 Meter lange Fünfsitzer nicht nur kantig gezeichnet, sondern mit 1,61 Metern auch überdurchschnittlich hoch gewachsen. Für den Antrieb haben die Koreaner je einen Benzin- und einen Dieselmotor, die beide 1,6 Liter Hubraum haben und auf 126 PS kommen.

  Auch die deutschen Hersteller wollen in diesem Segment künftig noch stärker mitmischen. So rüstet Opel den Spitzenreiter Meriva für den verschärften Wettbewerb. Die Neuauflage soll gegenläufig angeschlagene Türen haben. Ihren Einstand gibt sie nach Informationen aus Unternehmenskreisen allerdings frühestens 2010. Bis dahin werden womöglich auch Ford und VW mit neuen Modellen am Start sein. So plant Ford auf Basis des neuen Fiesta einen Nachfolger für den Fusion. Und aus Wolfsburg hört man immer wieder Gerüchte über einen Minivan auf Basis des Polo.

   Bleibt am Ende: Praktisch, pfiffig, preiswert und sparsam. Und obwohl sie so wenig Platz brauchen wie ein Kleinwagen bieten sie Microvans teils so viel Raum wie ein großer Kombi. Gerade Familien finden an diesem Konzept zunehmend Gefallen. dpa

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