Mit dem Auto im Urlaub : Da gilt es zu wissen, was gilt

Mit dem Auto ins Ausland – einige Tipps

Maut, Warnwesten, Licht am Tag: In den Urlaubsländern sind viele Regeln anders als bei uns. Nichtwissen schützt vor Strafe nicht – und die ist meist höher als bei uns.

Fangen wir beim Tempo an: 50 km/h sind fast überall das Limit in der Stadt, schon in der Schweiz aber gilt Tempo 80 auf Landstraßen, auf Autobahnen 120. Es wird penibel kontrolliert! Österreich hat ein generelles Limit auf Autobahnen (130 km/h) und dazu auf einigen Strecken ein spezielles für die Umwelt: 100. Manchmal sind bei Regen oder nachts auch nur 110 erlaubt. In Italien und Frankreich gilt auf Autobahnen ebenfalls Tempo 130 – bei Regen aber 110, Italien schreibt bei Nebel zusätzlich 50 km/h vor. Etliche Länder, z. B. Frankreich und Portugal, kennen dazu spezielle Bestimmungen für Fahrer mit neuem Führerschein.

Licht am Tag ist Vorschrift in den meisten Ländern. Tipp: auf andere Fahrzeuge achten. Oder immer einschalten. Mehr und mehr Länder verlangen Warnwesten für alle, die sich bei Panne oder Unfall auf der Straße aufhalten. Tschechien verlangt Ersatzglühlampen. Handys am Lenkrad sind überall verboten. Für Haustiere wird, aller EU zum Trotz, ein Pass verlangt, der EU-Kleintierausweis. Wer gern Urlaubswein trinkt und dann mit dem Auto zurück ins Hotel fährt, sollte es in Norwegen, Schweden, Polen bei einem kleinen Glas bewenden lassen: Alkohol-Limit 0,2 Promille. In Tschechien, Slowenien, Ungarn müssen Autofahrer bei Saft und Wasser darben: 0,0 Promille.

Vor Mitternachssonne, Plattensee oder Mittelmeer-Strand liegt der Weg: ein weiter und zunehmend teurer. Österreich etwa verlangt Obulus sogar für viele Pässe zusätzlich zum Autobahn-Pickerl. Mautfrei in den Süden geht aber noch immer (Reschenpass; Brenner-Bundesstraße). Letztere zu finden, wurde aber trickreich erschwert: „Brenner“ steht nur an der Autobahn. Die Schilder an der Bundesstraße weisen immer nur zum nächsten Ort. Sie hat wenigstens eine Nummer (182). In Spanien und Portugal gibt es freie Autopisten manchmal parallel zu gebührenpflichtigen Autobahnen, in Süditalien sind die Schnellstraßen noch immer frei. Eine Karte „Mautgebühren in Europa“ gibt’s beim ACE (01802/336677), einen Rechner unter www.kfz-auskunft.de.

Was viele nicht wissen: Moderne Radios zeigen Staus und Umleitungen auch im Ausland in deutscher Sprache. Wichtig auch: Kopien aller wichtigen Papiere mitnehmen und die Telefonnummern, mit denen sich Scheck- und Kreditkarten sperren lassen – für den Fall der Fälle.

Volle Beladung lässt das Urlaubsauto träger wirken, sie bremst die Beschleunigung, verlangt mehr Druck auf die Bremse. Der Fahrer tut gut daran, sich auf den ersten Kilometern an die veränderten Reaktionen zu gewöhnen. Und sein Auto richtig zu beladen: Alles Schwere vorn unten in den Kofferraum. Auf die Hutablage hinten oder oben auf das Gepäck darf nichts Schweres: Bei einem Anprall fliegt es nach vorn – an die Köpfe der Insassen. Und natürlich: Auto nicht überladen, im Zweifel Gepäck nachwiegen. Wer mit überladenem Auto erwischt wird, zahlt – und muss an Ort und Stelle ausladen! Wichtig ist zudem, auf genügend Luft in den Reifen zu achten - und beim Tanken auf die Oktanzahl. wolt

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