Modulmöbel BuddyBox fürs Wohnmobil : Alle Kisten im Kasten

Mit den BuddyBoxen wird ein Bulli im Nu zum Wohnmobil.

Gerhard Prien
Camping zum Mitnehmen. Die BuddyBoxen sind für Bullis ausgelegt, passen aber auch in andere Fahrzeuge. Vielleicht sogar in manchen Kofferraum.
Camping zum Mitnehmen. Die BuddyBoxen sind für Bullis ausgelegt, passen aber auch in andere Fahrzeuge. Vielleicht sogar in manchen...Foto: promo

Es geht ihm wie vielen von uns heutzutage: Gerhard Euchenhofer ist oft beruflich mit seinem VW T5 unterwegs. Dem Betriebswirt und Zimmerermeister sind Auszeiten auf seinen Geschäftsreisen wichtig. Er genießt kurze Pausen an schönen Plätzen. Für einen perfekten Espresso, ein leckeres Wokgericht. Das Gefühl, in jedem Moment Freiheit genießen zu können, inspirierte Euchenhofer dazu, kompakte Modulmöbel zu bauen. Die vermarktet er jetzt unter dem Namen BuddyBox.

Möbel sollten nicht fester Bestandteil eines Fahrzeuges sein, findet Euchenhofer. Sie sollten sich flexibel und modular einbauen lassen, sich dem aktiven Lebensstil des Kunden anpassen und ihm die größtmögliche Flexibilität mit nur einem Fahrzeug geben. „Es macht keinen Sinn, festeingebaute Möbel permanent in einem Fahrzeug spazieren zu fahren“, sagt der gebürtige Reutlinger. „Der Spritverbrauch steigt, der Platz im Fahrzeug wird zu knapp und ist nicht mehr effektiv nutzbar.“ Neben dem Einsatz im Fahrzeug sieht er für seine Modulmöbel auch andere Verwendungszwecke. Beispielsweise in Yachten, Berghütten und Wochenend-Häusern, oder für Messen und Events. Eine der Vorgaben für seine Möbelmodule war: Sie sollten nicht nur praktisch sein, sondern auch leicht und handlich und nicht nur von starken Männern ein- und auszubauen sein. Obendrein sollten sie optisch ansprechend sein, mit klaren Linien und schlichtem Design.

Hocker, Rumpelkammer, Trocken-WC

Euchenhofers BuddyBox Modulmöbel werden aus Kunststoff (GfK) gebaut und sind - da sie eingefärbt werden können - in sämtlichen RAL- und Sonder-Farben lieferbar. Mit rund 9,5 Kilogramm sind sie recht leicht geraten und können sogar problemlos mit dem Dampfstrahler gereinigt werden. Ein großes Modul hat die Abmessungen von rund 40 x 40 x 75 Zentimetern und ist damit noch kompakt und handlich, die kleinen Module sind nur 45 Zentimeter hoch. Sie kosten 299 Euro und können als Hocker oder “Rumpelkammer“ genutzt werden, oder auch als Trocken-WC.

Für diesen Zweck bietet Euchenhofer eine WC-Brille inklusive zehn Trockenbeuteln für 44 Euro an. Montiert werden können alle Möbel-Module ohne Nutzung von Werkzeug in der serienmäßigen Bodenschiene des VW Busses. Oder in einer Zubehörschiene, die Euchenhofer ebenfalls anbietet.Die Buddy Box-Module können einzeln verwendet werden, lassen sich aber auch zu einer kompletten und mobilen Kleinküche samt Tisch kombinieren. Die ersten Produkte sind der „WashBuddy“, der „Cook Buddy“ und der „SpaceBuddy“. Der SpaceBuddy bietet schlicht Stauraum, seine beiden Kollegen sind etwas ausgefallener geraten.

Es gibt auch einen Knüller für Kaffee-Liebhaber

Der WashBuddy ist ein autarkes (Trink-)Wasserspende-Modul mit Kunststoffkörper und einer rutschfesten Oberfläche mit Deckel aus Teakholz. Ausgestattet ist die Wasch-Box für unterwegs mit einem Wasserhahn, Frisch- und Abwasserbehälter mit je zehn Litern Fassungsvermögen, elektrischer Wasserpumpe, Stöpsel und Spiegel sowie Stauraum für Pflegeutensilien wie Zahnbürste oder Rasierapparat. Für 599 Euro bietet Euchenhofer das Wasch-Modul an. Mit Warmwasser-Boiler steht das Möbelstück für 679 Euro in der Preisliste.

Die Küchenkiste wird inklusive Tisch mit verstellbarem Bein, Zwischenboden und gasbetriebenem Kartuschenkocher für 479 Euro geliefert. Eine Stauraum-Box mit 75 Zentimetern Höhe kommt auf 449 Euro. Einen kleinen Knüller für Kaffee-Liebhaber hat Euchenhofer auch im Angebot: Eine BuddyBox mit einer Original-Illy-Espressomaschine (Aufpreis 279 Euro), die über einen 12 V - 230 V Spannungswandler betrieben werden kann.

Seine Einrichtungsstücke vertreibt Euchenhofer vorerst ausschließlich im Direktvertrieb, online und auf Messen. Vom Firmensitz in Wannweil aus werden die Produkte verschickt. Für den weiteren Ausbau der Produktpalette gibt es bereits Pläne. Etwa den „DoubleBuddy“, doppelt so breit wie die bisherigen Module. Der WashBuddy soll einen Sensor zur Erkennung des Wasserfüllstands bekommen, der per App über Smartphone oder Tablet den Fahrzeuglenker über die Füllstände informiert. Wasser sparen soll ein sensorgesteuerter Wasserhahn. In Planung sind außerdem ein Kühlschrank-Modul, ein weiteres mit Bier-Zapfanlage, ein Grill- und ein Sound-Modul. Geplant ist auch die Ausstattung der BuddyBoxen mit Ladestation und Bluetooth-Anbindung. Klingt spannend. Da kann noch einiges kommen, aus Wannweil.

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