Motorenpalette : Audi: Neues für die Acht

Für die Oberklasse von Audi gibt es jetzt einen sparsamen Einstiegsmotor – damit zeigt der A8, wohin die Reise bei den Großen geht.

Eric Metzler

Die neue Generation vom TT und vom A4, die neuen Stars R8 und A5 – zwischen diesen Neuheiten ist es selbst für ein Erfolgsmodell wie den A8 gar nicht so leicht, Aufmerksamkeit zu erzielen. Jetzt hat die große Limousine dazu Gelegenheit: Mit dem Facelift startet die neue Motorisierung 2.8 FSI, die den Einstieg in Audis Oberklasse zwar nicht billig, doch preiswerter macht: 61 900 Euro. Dafür gibt es mehr als fade Schonkost. Auch wenn bei Sprints eine gewisse Anstrengung zu spüren ist, stellt sich das Aggregat bei einer ersten Ausfahrt insgesamt so souverän an, dass Audi nicht nur mit Aufsteigern aus der Mittelklasse, sondern auch mit dem Fluch der guten Tat rechnen sollte: Mehr A8 brauchen im Alltag die wenigsten. Downgrade-Gefahr!

Sicher, wer ständig und lange Stunden auf der Autobahn unterwegs ist, weiß die sanfte Kraft von acht, zehn oder zwölf Zylindern, wie sie im A8 natürlich auch zu haben sind, zu schätzen. Aber der neue Sechszylinder von Audi zeigt, wohin die Reise selbst bei den Großen der Zunft geht – zu kleineren, verbrauchsärmeren Motoren, die mit weniger Gewicht und dank riesiger Fortschritte bei der Einspritzung extrem leistungsstark sind. Der 2.8 FSI steht mit 210 PS in der Liste; den mit 1690 Kilo vergleichsweise leichten Fronttriebler schiebt er in acht Sekunden auf Tempo 100. Schluss ist bei 238 km/h.

Bemerkenswert für die Oberklasse ist der Verbrauch dieses V6. Zwar haben wir den von Audi angegebenen Wert von 8,3 Litern auch bei ruhiger Fahrt um einen halben Liter verfehlt. Aber in der Luxusliga der Benziner gab es unter neun Litern bislang weder etwas zu hören noch zu fahren. Das wird sich ändern, denn in diesen und in kommenden Zeiten ist ein CO2-Wert von 199 Gramm pro Kilometer alles andere als ein Imagetöter.

Was das Fahrgefühl betrifft, bietet schon der Benjamin vieles von dem, was alle A8 auszeichnet: Er ist leichtfüßig, profitiert von einer ausgeklügelten, stufenlosen Luftfederung und lässt sich ebenso direkt wie präzise lenken. Über den möglichen Luxus an Bord muss man kaum reden – selbst das digitale TV-Bild ist von perfekter Qualität. Einen Schluck aus der Pulle nimmt Audi für das Soundsystem von Bang & Olufsen: 6155 Euro.

Deutlich weniger legt man für zwei neue Assistenzsysteme an. Der Side assist (565 Euro) kümmert sich um den toten Winkel und warnt mit einem Lämpchen im Außenspiegel, wenn der Fahrer beim Spurwechsel ein anderes Fahrzeug übersehen würde. Der Lane assist (510 Euro) lässt das Lenkrad vibrieren, wenn eine Fahrspur ohne zu blinken verlassen wird – dieses System könnte helfen, Unfälle durch Sekundenschlaf zu verhindern.

Den A8-Look hat Audi nur wenig verändert – an Kühlergrill, Außenspiegeln und LED-Rückleuchten.

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