ADAC rät zu mehr Schutzkleidung auf dem Roller : Nicht nur Motorradfahrer leben gefährlich

Im Gegensatz zum Motorrad ist man mit dem Roller vergleichsweise gemütlich unterwegs - bei der Verletzungsgefahr stehen die Zweiräder ihren PS-starken Verwandten aber in nichts nach. Angemessene Schutzkleidung ist daher auch für Rollerfahrer ein Muss. Welche Schutzmaßnahmen wirklich sinnvoll sind, erklärt der ADAC.

Kein gutes Vorbild: Die ehemalige Rennfahrerin Heidi Hetzer braust auf einem Motorroller zum Olympiastadion in Berlin. Sie trägt keinen Helm und keine Schutzkleidung, aber sie wird von einer Eskorte begleitet.
Kein gutes Vorbild: Die ehemalige Rennfahrerin Heidi Hetzer braust auf einem Motorroller zum Olympiastadion in Berlin. Sie trägt...Foto: dpa

Auch wenn man mit dem Roller nur schnell gemütlich zum Einkaufen tuckert: Ein Sturz kann schlimme Verletzungen verursachen. Ohne Helm, Handschuhe und Schutzkleidung geht es daher nicht. Für ein Mindestmaß an Sicherheit muss es aber nicht immer gleich die Lederkombi sein. Helmut Klein vom ADAC Technik Zentrum erklärt, welche Alternativen es zur Leder-Komplettmontur gibt.

Ein typisches Bild im Sommer: Nackte Haut statt Schutzkleidung. Durch das langsame Tempo werden die Verletzungsgefahren oft unterschätzt.
Ein typisches Bild im Sommer: Nackte Haut statt Schutzkleidung. Durch das langsame Tempo werden die Verletzungsgefahren oft...Foto: dpa

Beim Helm gilt: Modelle ohne Visier bieten dem Gesicht bei einem Sturz keinerlei Schutz. Klein rät daher grundsätzlich zu geschlossenen Integralhelmen. Für Rollerfahrer reichen leichte Modelle meist aus: Sie bieten zwar geringeren Schallschutz, bei der niedrigeren Geschwindigkeit von kleinen Rollern ist das aber kein Problem. Für Kurzstrecken ist ein Jethelm mit Bügelsystem ein Kompromiss, sagt Klein. Damit im Sommer der Schweiß nicht in Strömen fließt, sollte das Innenfutter aus Baumwolle oder hochwertigen Kunstfasern gefertigt sein.

Gezielter Schutz, statt schwerer Kluft

Wer denkt, lange Ärmel oder Hosenbeine reichen als Schutz aus, liegt falsch: "Wenn man auf der Straße landet, geht es schnell auf die nackte Haut", warnt Klein. Ob man Jeansstoff oder anderes Material trägt, sei dabei egal: "Beides reibt sich sofort durch." Protektorenjeans und leichte Lederjacken mit Rücken-, Ellenbogen- und Unterarmschutz sind für Rollerfahrer eine Alternative zu dicker Motorradkleidung. "Zubehörshops haben da oft ganz peppige Modelle", erklärt er. Leichte Lederhandschuhe und Stiefel mit hohem und möglichst stabilem Schaft sollte man zusätzlich tragen. Bei einem Sturz riskiert man sonst gebrochene Knöchel. (dpa)

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