Motorradfahrer sollten UBB immer mitführen : Fabrikatsbindung für neue Pneus

Bei Motorrädern ist das richtige Zusammenspiel von Maschine und Reifen elementar für die Sicherheit. Deshalb darf nicht jeder Pneu mit passender Größe auf das Motorrad. Maßgeblich bei der Reifenwahl sind die Freigaben der Hersteller.

Kurz vor dem Winter wechseln viele Motorradfahrer die Pneus. Doch dabei sollte die Fabrikatsbindung beachtet werden. Wenn eine Unbedenklichkeitsbescheinigung erforderlich ist, sollte diese immer mitgeführt werden.
Kurz vor dem Winter wechseln viele Motorradfahrer die Pneus. Doch dabei sollte die Fabrikatsbindung beachtet werden. Wenn eine...Foto: Armin Weigel/dpa

Für Motorräder gilt in der Regel eine Reifenfabrikatsbindung. Die zulässigen Pneus sind dann in der Zulassungsbescheinigung Teil I eingetragen. Hintergrund der Bindung ist, dass bei Motorrädern Maschine und Reifen bestmöglich aufeinander abgestimmt sein sollten. Auf dem Weg sollen optimales Fahrverhalten und Fahrsicherheit gewährleistet werden.

Bike- oder Reifenhersteller können vorhandene Fabrikatsbindungen durch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung (UBB) erweitern. Die UBB sollten Motorradfahrer immer in ihren Papieren mitführen, sagt Achim Kuschefski vom Institut für Zweiradsicherheit (ifz) in Essen. So gibt es keine Probleme bei Polizeikontrollen oder der Hauptuntersuchung.

Bei Reifenherstellern nach Freigaben suchen

Durch die UBB werde der eindeutige Nachweis erbracht, dass die entsprechend ausgezeichneten Reifen für den jeweiligen Motorradtyp geeignet sind, erläutert Kuschefski. Eine Eintragung in die Papiere sei nicht nötig. UBB können Biker oft auf den Webseiten von Motorrad- oder Reifenherstellern finden, herunterladen und ausdrucken, erklärt der ADAC. Auch Motorrad- und Reifenhändler stellen eine UBB aus.

Bei Motorrädern ohne Reifenfabrikatsbindung gibt es zwar keine Einschränkungen beim Reifenkauf. Biker orientieren sich in dem Fall dennoch besser an Fabrikaten, die im Handbuch stehen, oder kaufen wieder jene Reifen, mit denen ihr Motorrad zugelassen wurde.

Wenn die vom Hersteller empfohlenen Reifen nicht mehr im Handel erhältlich sind oder Biker unbedingt andere Pneus auf ihrem Gefährt wollen, müssen sie laut ADAC bei den Reifenherstellern nach Freigaben für ihr Gefährt suchen und danach ihre Pneus auswählen. (dpa)

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