Ohne Zulassung keine Versicherung : Abgemeldete Bikes gut vor Diebstahl sichern

Wer an seinem Motorrad herumschraubt und dadurch die Zulassung verliert, sollte bedenken, dass gleichzeitig auch die Versicherung erlischt. Bei einem Diebstahl kann es dann teuer werden.

In den Unterschlupf bringen: Wer seine Machine frisiert und dadurch seine Zulassung verliert, sollte sie bis zur neuen Betriebserlaubnis gut gegen Diebstahl sichern.
In den Unterschlupf bringen: Wer seine Machine frisiert und dadurch seine Zulassung verliert, sollte sie bis zur neuen...Foto: dpa

Verliert das Motorrad durch Frisieren die Zulassung für den Straßenverkehr, erlischt auch die Versicherung. Das Gesetz legt fest, dass solche Fahrzeuge nicht versichert werden können. Entscheidend ist für die Versicherung nämlich, dass sie für den Straßenverkehr zugelassen sind. Bei einem Diebstahl bleibt dann der Betroffene auf seinem Schaden sitzen. Dies ergibt sich aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg (AZ: 4 U 69/13), auf die die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist.

Von Gesetzes wegen nicht versichert

In dem verhandelten Fall hatte ein Mann ein Renn-Motorrad gekauft. Dieses hatte keine Zulassung für den Straßenverkehr. In einer Werkstatt ließ der Halter die Leistung verringern und erhielt dadurch die Zulassung. Er versicherte das Fahrzeug bei der später beklagten Versicherung. Noch vor Auslieferung versetzte die Werkstatt das Krad aber wieder in den ursprünglichen Zustand. Als es dann gestohlen wurde, verlangte der Mann von der Kfz-Versicherung Schadenersatz.

Ohne Erfolg: Die Moto-Cross-Maschine war von Gesetzes wegen nicht versichert. Die Kfz-Versicherung war ungültig, da nicht für den Straßenverkehr zugelassene Fahrzeuge nicht versicherbar sind. Der Versicherungsvertrag sei somit ungültig gewesen, so das Gericht. Das Motorrad hätte im Straßenverkehr nicht benutzt werden dürfen. Da es dort auch gestohlen worden sei, gebe es keinen Versicherungsschutz. (dpa)

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