So kommen Motorradfahrer sicher durch den Winter : Vier Tipps für hartgesottene Biker

Nicht alle Motorradfahrer motten ihr Bike über die Wintermonate ein. Wer auch in der kalten Jahreszeit fährt, sollte sich und sein Gefährt entsprechend rüsten.

Bei Eis und Schnee lassen Biker ihr Motorrad lieber stehen - ansonsten können sie auch im Winter damit fahren. Foto: Tobias Hase/dpa
Bei Eis und Schnee lassen Biker ihr Motorrad lieber stehen - ansonsten können sie auch im Winter damit fahren.Foto: Tobias Hase/dpa

Motorradfahrer lieben gutes Wetter und angenehme Temperaturen. Deshalb motten viele ihr Bike im Winter ein. Doch das Motorrad muss nicht zwangsläufig Winterschlaf halten. Motorradfahrer können nahezu das ganze Jahr hindurch auf zwei Rädern unterwegs sein. „Die klimatischen Bedingungen in unseren Breiten lassen das zu“, sagt Achim Kuschefski vom Institut für Zweiradsicherheit (ifz) in Essen. Trotzdem gibt es im Winter für Motorradfahrer einiges zu beachten:

Witterung nicht unterschätzen: Bei Eis und Schnee sollte das Motorrad lieber stehen bleiben. Die Brems- und Seitenführungskräfte sind dann kaum noch zu beherrschen, sagt Kuschefski. Vor allem gefrorene Straßen sind eine Gefahr für Biker: „Glatteis ist ein klares Tabu.“

Motorradpflege intensivieren: Feuchtigkeit und Streusalz machen dem Bike im Winter zu schaffen. Dagegen schützt Konservierungswachs. Der Wachs gehört allerdings nicht auf Funktionsteile wie Bremsscheiben, Reifen oder Bremshebel. Diese können sonst ihre Griffigkeit verlieren.

Bereifung richtig wählen: Winterreifenpflicht gilt auch für Motorräder. Sobald Biker bei Schnee, Schneematsch oder Eisglätte unterwegs sind, müssen die Reifen für winterliche Nutzung geeignet sein. Eine Kennzeichnung mit dem Aufdruck M + S ist dabei nicht Pflicht. Grobstollige Reifen etwa können ebenfalls als Winterreifen durchgehen.

Richtige Kleidung tragen: „Wer friert, wird schneller unkonzentriert“, betont Kuschefski. Biker sollten sich also gut einpacken, um sicher kuppeln, schalten, lenken und bremsen zu können. Wie man es sich auf dem Sitz warm macht, ist Geschmackssache und bleibt jedem selbst überlassen. Die Möglichkeiten sind endlos. Sie reichen vom Thermo-Overall über Halskrausen, Unterhandschuhe, Sturmhauben, Thermo-Unterwäsche bis hin zu gefütterten Motorradstiefeln, -jacken und -hosen. „Auch beheizbare Unterwäsche, Handschuhe und Stiefel werden angeboten.“ Heizgriffe und Lenkerprotektoren am Bike können zusätzlich für warme Finger sorgen. (dpa)

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