Auto : Na dann, gute Reise im Unimog

Über ein ungewöhnliches Expeditionsmodell

Es ist der Traum jedes echten Globetrotters: Ein Fernreise-Mobil auf der Basis des Mercedes-Benz Unimog. Auf der diesjährigen „Abenteuer & Allrad“, der größten europäischen Offroad-Messe, ist das rund eine Viertelmillion Euro teure Expeditionsmobil vom 3. bis 6. Juni in Bad Kissingen zu sehen. Aufgebaut wurde es von Michael Bocklet aus Koblenz .

Um die Geländeeigenschaften des Unimog nicht einzuschränken, ist die Wohnkabine von Bocklet im Heck angeschrägt. Sie bietet innen eine Länge von 4,35 Meter und eine Breite von 2,20 Meter (Stehhöhe 1,95 Meter). Der auf drei Punkten gelagerte, kältebrückenfreie GfK-Koffer hat Dach- und Wandstärken von 50 mm, der Boden ist 60 mm dick ausgeführt. Alle Wände sind mit je 2 mm starker und gewebeverstärkter Deckschicht versehen. Alle Klappen und Türen sind mit Hohlgummidichtungen und Mehrfachverriegelung ausgeführt, die Stauräume damit gegen eindringenden Staub oder Wasser geschützt. Hinter dem Fahrersitz liegt das Sanitärabteil der Wohnkabine, ausgestattet mit Kassetten-WC, Waschbecken und Dusche. Für warmes Wasser sorgt ein kombinierter Truma Gas-Elektro-Boiler mit zehn Litern Inhalt. Zum Heck hin schließt sich die Winkelküche an, ausgestattet mit Gaskocher, Spüle und Abtropfbecken.

Der markante Unimog U 4000 sieht mit dem Bocklet-Aufbau nicht nur aus wie das leibhaftige Abenteuer; er ist dafür wie gemacht. Dafür sorgt sein absolut einzigartiges Fahrwerkskonzept. Portalachsen schaffen eine exzellente Bodenfreiheit und ständigen Bodenkontakt aller vier Räder. Die Achsaufhängung mit Schubrohr, Querlenker und Schraubenfedern bringt lange Federwege und eine große Achsverschränkung – diagonal sind bis zu 30 Grad möglich. In Verbindung mit den kurzen Rahmenüberhängen überwindet der Unimog so mühelos auch schwere Hindernisse, Kuppen, Hanglagen oder Böschungen. Wassergeschützte Aggregate und ein Ansaugkamin in Höhe des Kabinendachs sorgen für eine Watfähigkeit von 1,20 Meter.

Der Vierzylinder-Diesel schöpft aus 4800 ccm Hubraum 160 kW (218 PS). Das zulässige Gesamtgewicht des Allradlers (Radstand 3850 mm) liegt bei 7490 beziehungsweise 8500 Kilogramm. In Verbindung mit dem Allradantrieb und Differenzialsperren an Vorder- und Hinterachse bietet der Unimog beste Voraussetzungen für ein hoch geländegängiges Reise-Fahrzeug der Extraklasse. Wenn es – was ziemlich unwahrscheinlich ist – mal nicht weiter gehen sollte, kann sich der Unimog mit einer hydraulischen Sieben-Tonnen-Frontseilwinde wie Münchhausen am „eigenen Schopf“ aus dem Schlamassel ziehen. Ein Dieselvorrat von 290 Litern (plus zwei mal 20 Liter in Reservekanistern) nimmt auch längeren Strecken ihre Schrecken. thep

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

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