Auto : Nackte Tatsachen

Wer im Alltag patzt und wer glänzt: Ein Blick in den jüngsten Mängelreport.

Toyota baut die zuverlässigsten Klein- und Kompaktwagen, Opel überzeugt in der Mittelklasse und Jaguar in der Oberklasse. Das sind die zum Teil durchaus überraschenden Ergebnisse des jetzt vorgestellten Mängelreports der GTÜ.

Eine rein japanische Angelegenheit sind die ersten Plätze der Kleinwagen-Sparte. In den Kategorien bis 5 Jahre liegt der Toyota Yaris vorn. Bei den sechs bis zu sieben Jahre alten Modellen führt der Mazda2, und bei den acht bis neun Jahre alten der Subaru Justy. Gut schnitten auch Hyundai i20, Ford Fiesta/Fusion und Honda Jazz ab. Schlechtestes Modell der jungen Kleinen war der Dacia Logan. Bei den vier bis fünf Jahre alten patzte der Chevrolet Matiz, in der Kategorie sechs bis sieben Jahre der Fiat Panda und bei den älteren Modellen der Peugeot 106/107.

Bei den Kompakten liegt in der jüngsten Kategorie der Toyota Auris vorne. Ansonsten hat der Toyota Prius den Spitzenplatz auf dem Podest in allen Altersgruppen besetzt. Platz zwei halten Honda Civic, Subaru Impreza, Toyota Auris und nochmals der Subaru. Erst bei den dritten Plätzen tauchen mit dem BMW 1er und dem VW Golf deutsche Modelle auf. Die meisten Mängel konstatierten die Tester dem Alfa Romeo 147 und dem Fiat Bravo/Stilo.

In der Mittelklasse führt der Opel Insignia die Tabelle der beiden jüngsten Kategorien an und unterstreicht damit die Fortschritte der Rüsselsheimer Autobauer bei der Qualitätssicherung. Das wird besonders deutlich, weil die letzten Vectra-Modelle am schlechtesten abschnitten. Bei den Sechs- Siebenjährigen führt der Honda Accord, in der älteren Klasse der Toyota Avensis. Gut schnitten auch der Saab 9-3 Sportkombi, BMW 3er und Audi A4 ab, während Nissan Primera, Renault Laguna und Alfa Romeo 156 zu den Verlieren zählen.

In der Oberklasse ist der Jaguar XJ in die Phalanx der deutschen Platzhirsche eingedrungen. Nur der VW Phaeton verhindert als Bester in der Kategorie der vier bis fünfjährigen Modelle den kompletten Sieg des Briten. Auf den Plätzen liegen jeweils VW Phaeton, BMW 7er und Mercedes CL. Letzterer leistet sich auch einen Ausrutsche als schlechtester der Vier- Fünfjährigen. Die Malusrunde komplettieren der Audi A8 bei den jungen und der Volvo V70/20 bei den älteren Fahrzeugen.

Ein vertrautes Bild zeigt sich bei den Sportwagen. Der Porsche 911 bleibt auch in der GTÜ-Wertung der zuverlässigste Sportler bei den älteren Modellen ab sechs Jahren. Bei den ganz jungen liegt er auf Platz zwei. Diese Kategorie und auch die nächste führt das Audi A3 Cabrio an und setzt damit den glänzenden Gegenpunkt zum A4 Cabrio, das in der Klasse der bis Dreijährigen patzt. Als besonders zuverlässig erweisen sich Mercedes SL, Porsche Boxster/Cayman und, bei den älteren Fahrzeugen der Nissan 370 Z. Peugeot überzeugt mit einem dritten Platz bei den Jungen für den 308CC, erhält aber schlechte Noten für dessen Vorgänger in den mittleren Altersklassen. Wenig überzeugend schneidet bei den älteren Modellen auch das VW Golf Cabrio ab.

Mängelzwerg bei den jungen SUV-Modellen ist der Skoda Yeti gefolgt von Peugeot 3008 und Subaru Forester. In der zweitjüngsten Klasse führt der Peugeot vor Mercedes GLK und Lexus RX. Letzterer übernimmt die Führung in der nächsten Altersstufe vor Porsche Cayenne und BMW X3. Bei den ältesten SUV wiederum führt der Cayenne vor dem BMW und dem Toyota RAV4. Wenig überzeugen konnten Nissan Pathfinder, Kia Sorento und Jeep Wrangler.

Bei den Vans dominieren Peugeot und Seat. Der 5008 überzeugt in den Altersklassen bis fünf Jahre. Der Seat Altea in der ältesten Klasse und die Mercedes B-Klasse bei den sechs- siebenjährigen. Auf den Plätzen folgen bei den jungen Seat Alhambra und Seat Altea. Der kompakte Spanier liegt ansonsten auf Position zwei. Gut schnitten auch Skoda Roomster, Ford Galaxy, VW Touran und Hyundai Matrix ab. Als Van mit den meisten Mängeln stellte sich der Renault Kangoo heraus. Lediglich in der Klasse der vier- bis fünfjährigen hat der Citroen C8 den schwarzen Peter.sppr

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