Neuwagenkauf : Aller guten Dinge sind sieben

Beim Kauf eines Neuwagens halten sich viele für schlauer, als sie sind. Die wichtigsten Tipps für die Verhandlungsrunde beim Händler.

327391_0_04518430.jpg
Nachschub. Hier machen sich Ford Fiesta auf die Reise ins Autogeschäft. Bevor der Kunde damit auf Tour geht, hat er ein...dpa

Im Frühjahr sitzt das Geld für den Autokauf traditionell lockerer als sonst. In diesem Jahr locken zudem zahlreiche Neuwagen-Schnäppchen, denn aufgrund der Absatzkrise gehen viele Händler mit den Preisen runter. Der Kunde muss aber einige Grundsätze beachten. Sieben Punkte sind besonders wichtig.

1Ein genaues Anforderungsprofil des Wunschwagens vereinfacht die Verhandlung. Wer mit schwammigen Vorstellungen zum Händler geht, lässt sich schnell etwas aufschwatzen, was er nicht will oder braucht. Und wer auf der Optionsliste ein wichtiges Kreuzchen vergisst, ärgert sich hinterher schwarz. Denn ist eine Bestellung erst mal aufgegeben, ist sie nicht mehr zu ändern.

2Und dann immer auf eine Probefahrt bestehen: Auch wenn das Internet-Schnäppchen als einmalige Gelegenheit erscheint – wer nur nach Fotos kauft, kann böse reinfallen. Selbst wenn der Verkäufer Druck macht – ohne gründliche Inaugenscheinnahme und eine Probefahrt sollte kein Vertrag unterschrieben werden. Idealerweise findet die Besichtigung am helllichten Tag und bei trockener Witterung statt. Im Zweifel lohnt sich die Beauftragung eines Gutachters; das kostet zwar Geld, ist aber immer noch preiswerter als ein Reinfall.

3Der Händler in der Nähe ist häufig die bessere Wahl als ein weit entfernter Verkäufer. Auch wenn das Internet eine bundesweite Preisrecherche unter allen Anbietern möglich macht: Es lohnt nicht immer, für einen Schnäppchenpreis weiter weg zu fahren. Denn kommt es zu Problemen mit der Gewährleistung, ist der Händler immer der erste Ansprechpartner. Sitzt dieser aber hunderte Kilometer entfernt, wird der Preisvorteil schnell wieder zunichtegemacht. Bei der freiwilligen Herstellergarantie hingegen kann in der Regel jeder Markenhändler aufgesucht werden.

4Vertrag checken: Eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist das gründliche Durchlesen des Kaufvertrags. Mündliche Versprechungen sind bei Streitfällen nichts wert. Das bestellte Auto muss dem Kundenwunsch exakt entsprechen. Ein seriöser Verkäufer beantwortet auch alle Fragen zum Kleingedruckten geduldig und sorgfältig.

5Vorkasse ist tabu: Egal wie der Händler es nennt, auf Anzahlung, Bearbeitungsgebühr oder Unkostenbeitrag sollte kein Kunde sich einlassen. Das gilt selbst für den Kauf bei sehr seriösen Händlern. Denn geht der Betrieb vor der Auslieferung des Fahrzeugs pleite, ist das Geld in den meisten Fällen futsch. Gezahlt wird also immer erst bei Übergabe des Schlüssels und der Fahrzeugpapiere.

6Finanzierung sichern: Wer einen Kaufvertrag unterschreibt, muss das nötige Geld sicher haben. Wird etwa ein beantragter Kredit von der Bank abgelehnt, ist man trotzdem beim Autohändler in der Pflicht. Eine Stornierung kostet in der Regel 15 Prozent der Kaufpreises.

7Untersuchung auf dem Hof des Händlers: Bei der Übernahme muss der Kunde den Neuwagen gründlich untersuchen. Fährt er mit einem nicht erkannten Schaden vom Hof, sind die Chancen für eine spätere Reklamation gering.hh

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben