Opel Insignia : Opel lässt den Insignia fliegen

Wie die Weltpremiere in London inszeniert wurde

Eric Metzler

Dass sich in der Raumkapsel, die da 50 Meter über der Themse schwebte, der Nachfolger des Vectra verbergen würde, lag zwar in der Luft. Doch dann ist der neue Insignia einfach vom Himmel gefallen und mancher Ehrengast hat den entscheidenden Moment vor der Tower Bridge verpasst. Klappe auf, Opel raus. Kein Countdown, kein Trommelwirbel. Kaum zwei Sekunden hat der Höhepunkt gedauert. Kurz vor dem Aufschlag stoppte Opels Hoffnungsträger dann in der Schwebe – gestatten, Insignia.

Die spektakuläre Vorstellung am Stahlseil verrät, wie wichtig dieser Tag, dieses Auto für Opel ist. Zwar kommt der Insignia erst im Dezember in die Läden, doch seit Monaten gibt es im werktätigen Rüsselsheim kein anderes Thema mehr. Sicher, man hat jüngst den Stadtfloh Agila auf die Rampe geschoben, den Zafira überarbeitet. Aber alle Konzentration, alle Kraft gilt dem neuen Mittelklasse-Modell, mit dem man zu Mondeo und Passat aufschließen und endlich eigene Maßstäbe setzen will.

Zumindest optisch scheint das gelungen zu sein. Abgesehen vom teilnahmslosen Blick des britischen Premiers Gordon Brown lassen die Reaktionen auf die Weltpremiere bei der British Motor Show nur einen Schluss zu: Das mutige, coupéhafte Design kommt an. Ob mit Stufen- oder (sehr ähnlichem) Fließheck – schon bei bloßer Anschauung gewinnt der Insignia mehr Aufmerksamkeit als Vectra und Signum je erfuhren. Wer die Weltpremiere nutzt und im Wagen Platz nimmt, staunt über den Schwung des Armaturenbretts, die Qualität der Schalter und Materialien. In diesem Opel weht ein neuer Wind.

Ob derlei Respekt auf den ersten auch eine Empfehlung auf den zweiten Blick folgt, klärt sich im Herbst, wenn Hans H. Demant den Schlüssel für Probefahrten herausrückt. Noch nämlich testet Opels Vorstandschef selbst. Demant hat den ersten von 400 Insignia bekommen, die bei einer Probeproduktion vom Band gelaufen sind. Was der Chef für verbesserungswürdig befindet (wie die Dämmung), wird nachgebessert – schließlich ist trotz London-Bungee noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Der Insignia soll ab 22700 Euro kosten (der aktuelle, schlechter ausgestattete Vectra ist 300 Euro günstiger). Wie berichtet, werden ab Ende des Jahres vier Benziner (115 bis 260 PS) und drei Diesel (110 bis 160 PS) erhältlich sein. Das Spitzenmodell kann man dann optional mit Allradanrieb und/oder adaptivem Fahrwerk ordern.

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