Opel : Wie der Blitz

Wenn Opel auf Familie macht, führt das noch lange nicht zur Familienkutsche.

Auf den ersten Blick

mag man gar nicht glauben, was viele über den Zafira sagen: Der sportlichste Familienvan. Klar, gemeint sind große Motorisierungen. Aber so eine steht ja hier: Der 2.0 Turbo ist die zivile Spitzenversion, drüber kommt nur die Rennausgabe namens OPC. Anders als der fährt unser 200-PS-Zafira gar nicht aufreizend oder provozierend vor: eine harmonische Erscheinung mit viel Chrom und in edlem Silberblau; keine Spoiler, keine überdicken Radkästen, dezente Sportsitze.

Pluspunkte gibt es vor allem für…

das Konzept der dritten Sitzreihe, das vor einem Jahrzeht für den Opel (und damit für Dutzende Nachahmer) erfunden wurde. Die Bank ist leicht raus- und wegzuklappen, sie legt sich eben in den Kofferraum. Kinder wollen am liebsten immer ganz ganz hinten sitzen. Für Fahrer dagegen, die lahme Familienkutschen leid sind, befindet sich der Lieblingsplatz direkt hinterm Steuer: Dort freuen sie sich über den ebenso leisen wie zugstarken Turbo-Benziner. Die Instrumente sind übersichtlich, die Ladekante niedrig.

Weniger Charme haben…

die ungewollten Folgen des Motors, den wir ja gerade gelobt haben. Die Maschine verführt nämlich zum Ausdrehen. Das treibt den Verbrauch schnell auf gewöhnungsbedürftige 12 Liter. Wer den schnellen Antritt liebt, spürt beim Anfahren und in engen Kurven ungestüme Kräfte an der Vorderachse. Das Fahrwerk selbst ist straff und gut abgestimmt.

Das spannendste Detail…

reklamiert Junior Luis für sich: Die Handbremse in Bügelform sieht aus wie ein Schubregler für den Flug zur Marsstation.

Unterm Strich die richtige Wahl für…

alle, die ihre bis zu sieben Köpfen zählende Horde einszweifix auf Touren bringen wollen. Mit dem Zweiliter-Zafira wählt man ein motor- und platzstarkes Auto, das ohne Protz auskommt. Der Preis ist nicht discountverdächtig; geht aber angesichts eines selten ausgereiften Innenraumes gerade noch durch. eric

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