Auto : Plane Gutes und rede darüber

Wie Mercedes die neue A-Klasse motorisiert.

Nein, keine Studie. Mercedes erfindet die A-Klasse neu und greift Audi sportlich an.
Nein, keine Studie. Mercedes erfindet die A-Klasse neu und greift Audi sportlich an.

Gefahren haben sie bislang nicht einmal die Fachjournalisten. In aller Munde ist die neue A-Klasse wegen des dramatischen Design-Wandels trotzdem. Bei den Motoren ist die Entwicklungslinie geradliniger: Sie werden auch in der A-Klasse tendenziell kleiner und deutlich sparsamer – fühlen sich aber zugleich stärker an.

Bei den Benzinern bedient sich Mercedes vor allem im hauseigenen Regal und leitet die Antriebe aus V6- und V8-Motoren höherer Fahrzeugklassen ab. Die drei neuen Vierzylinder mit 1,6 bzw. 2,0 Litern Hubraum und Leistungen von 90 kW/122 PS bis 155 kW/211 PS verfügen über eine neuartige Ventilhubumschaltung mit dem schönen Namen „Camtronic“. Sie reduziert den Verbrauch je nach Fahrsituation um bis zu zehn Prozent. Die Antriebe werden voraussichtlich schon die ab 2015 geltenden EU6-Werte erfüllen. Die Aggregate taugen für viele Baureihen, da sie für Längs- und Quereinbau geeignet sind und sich mit Front-, Heck- oder Allradantrieb kombinieren lassen. Besonders stolz ist Mercedes auf die Drehmomente der Benziner: Ihre maximalen Werte von 200, 250 und 350 Newtonmeter liegen ab 1200 bzw. 1250 U/min an und werden bis 4000 Umdrehungen permanent gehalten.

Am unteren Ende der Diesel-Palette stehen gleich zwei Antriebe mit 80 kW/109 PS. Der kleinere mit 1,5 Litern Hubraum stammt von Renault und bleibt als erster Mercedes unter 100 Gramm CO2/km (Verbrauch 3,8 Liter). Bei den übrigen drei Dieseln handelt es sich um Varianten der 2,1-Liter-Antriebe, wie sie in vielen anderen Baureihen zum Einsatz kommen. Bei den beiden schwächeren Selbstzündern wurde der Hubraum auf 1,8 Liter angepasst und die Leistung auf 80 kW/109 PS bzw. 100 kW/136 PS reduziert. Das Spitzenaggregat hat weiterhin 2143 ccm Hubraum und bringt es auf 125 kW/170 PS. Der Topdiesel kommt serienmäßig mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und schafft dank neuer Mehrwege-Abgasrückführung schon die EU6-Norm (Verbrauch 4,3 Liter).

Für alle anderen Benzin- und Dieselmotoren kann das Doppelkupplungsgetriebe für etwa 2200 Euro Aufpreis geordert werden. Im Vergleich zum bisher bei der A-Klasse verwendeten CVT-Getriebe führt der bessere Wirkungsgrad der Doppelkupplung schon allein zu einem Minderverbrauch von neun Prozent. Das System bietet den Fahrern stets drei Schaltprogramme, von Economy über Sport bis hin zu Manuell – hier betätigt der Fahrer die hinter dem Lenkrad angebrachten Schaltpaddel. eric

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