Praktisch ein Ami : Der Voyager erobert Deutschland

Lancia hat den Voyager adoptiert und neu gekleidet: Hat sich am Wesen des Chrysler etwas geändert?

Elfriede Munsch
In Turin waren die neuen Lancia-Modelle Voyager und Thema bereits Mitte Oktober vorgestellt worden. Nun steht der Verkaufsstart kurz bevor.
In Turin waren die neuen Lancia-Modelle Voyager und Thema bereits Mitte Oktober vorgestellt worden. Nun steht der Verkaufsstart...Foto: dpa

Der Chrysler Voyager gehörte zu den Urgesteinen der modernen Van-Vielfalt. Seit 1984 produziert, verkaufte sich der Siebensitzer rund 13 Millionen Mal weltweit. Jetzt kommt der in Kanada produzierte Van nach Deutschland und steht ab dem 12. November bei den Händlern. Allerdings firmiert er nun unter Lancia. Die Marke hat von Konzernmutter Fiat die Aufgabe erhalten, den Chrysler-Fahrzeugen in Europa eine neue Markenidentität zu geben.

Auch wenn der Voyager nun einen anderen Vornamen trägt: Unter dem leicht veränderten Blechkleid steckt die fünfte Generation, die seit 2008 in den USA erhältlich ist. Für seinen Einsatz als Lancia-Mitglied wurde er leicht modifiziert.

Der neue Kühlergrill sowie die geänderten Leuchten sollen ihn auf den ersten Blick als Mitglied der Traditionsmarke erkennbar machen. Das gelingt jedoch nur bedingt. Auch im italienischen Blechkleid – von Maßanzug kann man hier noch nicht sprechen – kann der Voyager seine Herkunft nicht verleugnen. Der erste Eindruck bleibt: groß und wuchtig. Die Verarbeitung wirkt zudem an der einen oder anderen Stelle leicht schlampig. Nett ausgedrückt: Mehr praktisch als schön könnte beim Designteam die Devise gewesen sein.

Geblieben sind die zwei Schiebetüren, die sich per Knopfdruck öffnen oder schließen lassen. Außerdem verfügt der Van weiterhin über das „Stow´n Go“ genannte Sitzsystem, bei dem sich die Plätze der zweiten und dritten Reihe mit wenigen Handgriffen flach im Fahrzeugboden verstauen lassen. Zum einfacheren Verständnis sind die Griffe durchnummeriert, so dass die Bedienung sofort gelingt. Schade ist nur, dass der Teppich im Koffer- und Innenraum billig wirkt und die Verankerungshaken für die Sitze nach dem Verstauen gut sichtbar bleiben.

Getröstet wird man hingegen durch das üppige Stauvolumen. Selbst in der siebensitzigen Konfiguration stehen fast 1000 Liter zur Verfügung, als Zweisitzer sind es fast 4000 Liter. Einkäufe im Baumarkt oder beim Möbelhändler werden so ganz locker untergebracht. Hier macht sich bemerkbar, dass der Voyager in der Länge 5,22 und in der Breite 2 Meter misst und damit die klassischen europäischen Vans wie VW Sharan oder Ford Galaxy in den Außenabmessungen übertrifft.

Weniger ist mehr... Über die möglichen Sonderausstattungen und das Motorenangebot lesen Sie auf der nächsten Seite.

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