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Praxistest Citroën DS4 : Ein Beau mit kleinen Schwächen

01.02.2012 17:08 Uhrvon
Hochbeinig und mit frechem Auftritt ist auch das jüngste Mitglied der DS-Reihe von Citroën ein Hingucker. Muss er auch sein, schließlich tritt er nicht nur gegen einen einen VW Golf GTI an sondern hat sich auch Modelle wie den 1er von BMW oder Audi A3 als Gegner ausgeguckt. Foto: Bilder
Hochbeinig und mit frechem Auftritt ist auch das jüngste Mitglied der DS-Reihe von Citroën ein Hingucker. Muss er auch sein, schließlich tritt er nicht nur gegen einen einen VW...

Citroën hat die DS-Reihe um ein zweites Mitglied erweitert. Der DS4 soll nun in der Kompaktklasse für neue Akzente sorgen. Dazu macht er äußerlich auf schick und bei den Motoren auf sportlich. Reicht das um in diesem umkämpften Segment Fuß zu fassen?

DS, das stand bei Citroën mal für zeitlose Eleganz und innovative Technik. Die Göttin … Nein, keine Bange. Jetzt kommt kein Fahrbericht, der über drei Absätze in frankophiler, technisch-historischer Nostalgie schwelgt. Die Göttin namens DS, gebaut von 1955 bis 1975 und ohnehin unerreichbar, haken wir mal ganz schnell ab, denn sie wird so nie wieder kommen.

Die DS-Reihe, die Citroën vor zwei Jahren mit dem DS3 begann, ist hingegen ein Volltreffer geworden. Und zwar nicht wegen des Namens, der auch so gar nichts mit dem legendären Modell aus den fünfziger Jahren zu tun hat. Vielmehr sind die beiden Modellvarianten, die bisher als DS auf den Markt kamen, jeweils die Krönung ihrer Baureihen.

Der DS3 als sportlich, poppige Speerspitze für den C3 hat sich bereits etabliert. Gleiches sucht jetzt der DS4 für den Golf-Konkurrenten C4 zu werden. In diesem Frühjahr wird der DS5 erscheinen, der dann als Allrad-Hybride für Furore sorgen soll.

Abrisskante, Chrom und Aluminium

Die Idee dazu unterscheidet sich nicht grundlegend vom dem des kleinen Bruders. Das Design des Fahrzeugs steht im Mittelpunkt und soll Dynamik und Qualität ausdrücken, so der Marketing-Ansatz. Hat durchaus geklappt, denn der erste Eindruck vom Fahrzeug ist durchweg positiv. Der DS4 strotzt geradezu vor Chrom und Aluminium. Dabei steht er locker auf seine schnittigen Felgen im Turbinendesign und provoziert seine Umwelt mit scharf geschnittenen Leuchten sowie ausgestellten Kotflügeln. Nur die Haiflosse, die den DS3 so charismatisch macht, fehlt beim frechen Kompakt-Franzosen. Dafür hat er eine coupéhaft nach hinten abfallende Dachlinie, die über der Heckscheibe noch von einer zusätzlichen Abrisskante geziert wird. Trés chic, monsieur!

Irgendwie anders: Mit dem DS4 beweist Citroën, dass es auch in Zeiten von Massenproduktion und automobilem Einheitsbrei noch ein bisschen Extravagant kann. Foto: Bild vergrößern
Irgendwie anders: Mit dem DS4 beweist Citroën, dass es auch in Zeiten von Massenproduktion und automobilem Einheitsbrei noch ein bisschen Extravagant kann.

Was sich von Außen schon andeutet, bewahrheitet sich nach dem Einsteigen: Irgendwie ist der DS4 hoch. Höher zumindest, als man es von Autos dieser Klasse gewohnt ist. Von den vorderen Sitzen wird das Verkehrsgeschehen mit einem leicht nach unten gezogenen Blick beobachtet. Das ist gut für die Übersicht, wenn auch das schmale Band der Heckscheibe die Sicht nach hinten stark einschränkt. Ein akustisches Parksystem für das Heck (450 Euro) ist daher absolut zu empfehlen.

Enge Verhältnisse im Fond 

Das Funkeln geht ansonsten auch im Innenraum weiter. Der DS4 reizt mit Aluminium auf dem Lenkrad, am Schaltknauf und um die Lüftungselemente. Bei letzteren allerdings zeigt sich dann doch das Manko, denn hier simuliert schnödes Hartplastik das edle Metall. Nicht weiter schlimm, schließlich sitzen wir hier nicht in einem Porsche. Für einen Kompakten mit einem Einstiegspreis von weniger als 16.000 Euro ist das in Ordnung. Zwar ist nicht jeder Spalt und jede Naht optimal, aber in der Summe bleibt der Eindruck von Qualität und solider Verarbeitung im Innenraum dennoch erhalten.

Unlustig wird es allerdings auf der Rückbank. Hier wird der Preis für das schicke Äußere bezahlt, denn Erwachsene haben hier recht wenig Spaß. Wer über ein 1,80 Meter groß ist wird schon desöfteren mit dem Fahrzeughimmel Bekanntschaft machen. Die Kniefreiheit ist sehr überschaubar. Auch hier werden größere Menschen nicht viel Spaß haben. Zu allem Überdruss lassen sich auch die beiden Seitenscheiben im Fond nicht öffnen. Eltern wird es gefallen, mündigere Bürger dürften sich auf der Rückbank etwas benachteiligt fühlen.

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