Praxistest Kia Optima : Auf Angriff getrimmt

Der Kia Optima ist mit ordentlich Vorschusslorbeeren im März zu den Kunden gekommen. Der erste Asien-Import, der dem Passat die Stirn bieten könnte, war oft zu lesen. Tagesspiegel.de hat sich den feschen Koreaner zum Test einbestellt.

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Ein schicker Typ: Der Kia Optima zeigt sich von außen ausgesprochen sportlich. Dynamische Linien, schmale Scheinwerfer und 18-Zoll-Felgen unterstreichen diesen Auftritt. Dazu gefällt die coupéhafte Dachlinie, die aus der Limousine fast ein Fließheck macht. Foto: Markus MechnichWeitere Bilder anzeigen
Foto: Markus Mechnich
07.08.2012 10:15Ein schicker Typ: Der Kia Optima zeigt sich von außen ausgesprochen sportlich. Dynamische Linien, schmale Scheinwerfer und...

Wer sich auf dem deutschen Markt als Autobauer in die Mittelklasse traut, bei dem muss es mit dem Selbstbewusstsein nicht so schlecht bestellt sein. Zwischen Volkswagen, Ford, Skoda und den Premiumherstellern ist schon so manches hoffnungsvolle Modell baden gegangen. Der Markt der Mittelklässler scheint hierzulande fix aufgeteilt. Zumal er bei rückläufigen Absatzzahlen des Segments allgemein immer mehr durch das Flottengeschäft beherrscht wird. Wer sich also in diese Löwengrube traut, der muss schon gute Argumente haben. Und der Preis muss stimmen. Sonst greift der deutsche Privatkäufer lieber zum heimischen Produkt.

Nun kann man Kia sicherlich keinen Mangel an Selbstbewusstsein attestieren. Warum auch, steigen bei den Koreanern doch seit Jahren Marktanteil und Neuzulassungen. Der Ceed gilt mittlerweile als ernsthafter Golf-Konkurrent, die Kleinwagen Picanto und Rio haben sich in ihren Segmenten etabliert und der Marktanteil liegt mittlerweile bei 1,3 Prozent. Das mag nicht viel klingen. Aber die Koreaner liegen damit gleichauf mit Mazda sowie deutlich vor Suzuki und Honda. Alles Marken, die schon seit vielen Jahren in Deutschland etabliert sind. Kia gibt es in unseren Gefilden erst seit 1993.

Der Optima zieht Blicke auf sich

Der zieht die Blicke auf sich: Mit seinem Auftritt kann der Kia Optima vor allem bei der sportlich orientierten Kundschaft punkten. Foto: Markus Mechnich
Der zieht die Blicke auf sich: Mit seinem Auftritt kann der Kia Optima vor allem bei der sportlich orientierten Kundschaft...Foto: Markus Mechnich

Selbstbewusstsein ist also da. Passt denn dazu auch das Produkt? Bei seiner Premiere zu Beginn dieses Jahres hat der Optima viel Lob einheimsen können. Die Optik der Marke ist durch den ehemaligen Audi-Designer Peter Schreyer zu einem positiven Aspekt der Modelle geworden. Der Optima soll dazu das passende Aushängeschild werden.

Diese Rolle erfüllt der Optima schon mal sehr gut. Das Auto ist ausgesprochen schön anzusehen. Unter den Limousinen in der Mittelklasse kann sich der Koreaner, der in der Slowakei gebaut wird, sicherlich einen der vorderen Plätze in Sachen Optik sichern. Das unterstreichen auch die vielen Blicke, die dieser Kia auf der Straße und auf Parkplätzen auf sich zieht. Das liegt vor allem an den schicken 18-Zöllern, die der Mittelklässler trägt. Aber auch der schwarz glänzend unterlegte Kühlergrill weckt Aufmerksamkeit. Viele müssen da zweimal hinschauen, bevor sie wirklich glauben, dass da ein Kia vor ihnen steht.

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