pro cee’d : Kia: Alles bestens. Bis auf den Namen

Kia baut seit anderthalb Jahren einen Europäer – und hat damit Erfolg. Nach dem Fünftürer startet nun der Dreitürer „pro cee’d“.

Die Familie ist komplett, verkündete Kia jüngst bei der Vorstellung der nunmehr dritten Variante der cee’d-Baureihe. Das ist nach dem Fünftürer cee’d, mit dem Kias neuer Star in der Golf-Klasse im Februar einen beachtlichen Start hinlegte und dem Kombi cee’d Sporty Wagon, der im September folgte, nun ein betont sportlicher Dreitürer, der die leichter sprech- als schreibbare Bezeichnung „pro cee’d“ trägt. Damit dürfen Spekulationen um eine immer wieder diskutierte vierte Variante in Form eines Cabrios fürs Erste verstummen – vielleicht kommt die Open-Air-Version ja bei der nächsten cee’d-Generation.

War bislang der Picanto Kias meistverkauftes Modell, so begann der cee’d als erster echter Europäer der Koreaner eine flotte Verfolgungsjagd. Schon in diesem Jahr soll die V-Familie mit knapp 17000 Einheiten den Picanto mit großem Vorsprung auf den zweiten Platz verweisen. Dabei spricht Kia dem neuen pro cee’d mit gerade einmal 2300 geplanten Verkäufen erst einmal eine Nebenrolle zu. Doch vielleicht zeigt die Realität, dass man hier ein wenig zu vorsichtig gerechnet hat, denn der pro cee’d hat durchaus das Zeug, größere Stückzahlen zu bringen.

Dafür spricht zum einen die überzeugende Optik. Denn bis auf die Motorhaube und die vorderen Kotflügel, die Familienähnlichkeit mit den beiden anderen Versionen zeigen, ist der pro cee’d überraschend eigenständig. 30 Millimeter flacher und 15 Millimeter länger mit neuen Scheinwerfern, flachem Grill und betont breitem und niedrigen Stoßfänger mit Spoilerlippe wirkt er mit seinen breiten Türen und dem langen Radstand von 2,65 Meter sehr gestreckt und dynamisch. Dennoch bietet er mit 340 Liter ebensoviel Kofferraum wie der Fünftürer und auch die Beinfreiheit hinten ist nicht kleiner. Ein wenig knapper wird es allerdings bei der Kopffreiheit.

Damit der sportliche Akzent nicht nur Optik bleibt, hat sich Kia entschieden, beim pro cee’d auf den 1,4-Liter-Benziner zu verzichten und als Einstiegsmotorisierung den 1,6-Liter mit 126 PS anzubieten. Mit 10,8 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 und maximal Tempo 192 ist der zwar kein Ausbund an Temperament, aber trotzdem schon geeignet für eine etwas flottere Gangart. Einen Tick schneller mit 10,3 Sekunden und Tempo 205 ist der Zweiliter mit 143 PS. Beide Maschinen sind kombiniert mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe, können aber auch in Verbindung mit einer Viergang-Automatik bestellt werden. Eine angenehme Überraschung war der neu entwickelte 1,6-Liter Turbodiesel mit Common Rail, der 115 PS leistet, 11,4 Sekunden zum Spurt auf Tempo 100 braucht und 188 km/h schnell ist. 4,7 l/100 km beträgt sein erfreulich niedriger Durchschnittsverbrauch. Und der größere Selbstzünder mit 2.0 Liter Hubraum und 5,5 l Durchschnittsverbrauch und 140 PS)erwies sich mit 10,1 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 sogar als flottester pro cee’d.

Mit 21 440 Euro in der EX- und 23275 Euro in der TX-Ausstattung mit 17-Zoll-Leichtmetallrädern und Sportfahrwerk ist er allerdings auch der teuerste. 19 250 und 21 055 Euro kosten die Zweiliter-Benziner als EX und TX, während die Preise für die Basisausstattung LX beim 1,6-l-Diesel bei 17 655 Euro und beim 1,6-l-Benziner sogar bei nur 15630 Euro und damit 500 Euro unter dem entsprechenden Fünftürer liegen.

Auch der pro cee’d bestätigt, was schon für die beiden ersten Familienmitglieder gilt: die im ersten europäischen Kia-Werk im slowakischen Zilina gefertigten Autos überzeugen durch ihre hohe Qualität. Das gilt für die eingesetzten Werkstoffe ebenso wie für die Verarbeitung. Und so fällt es Kia nicht schwer, auch für den Dritten in der cee'd-Familie eine Fünfjahresgarantie auf das gesamte Fahrzeug und sogar eine Siebenjahresgarantie für den Antriebsstrang einschließlich Motor und Getriebe anzubieten.

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