• Q2-Sperrdifferential: Wie Alfa die Vorteile des Allrad erreichen will - ohne Allrad

Q2-Sperrdifferential : Wie Alfa die Vorteile des Allrad erreichen will - ohne Allrad

Wie funktioniert das Q2-Sperrdifferential der Italiener?

HINTERGRUND: EIN KÜRZEL UND WAS DAHINTER STECKT



Q2 – so nennt Alfa sein mechanisches Sperrdifferential für die Vorderachse. Damit wird die Traktion optimiert: Autos halten länger die Spur, lassen sich bei schnellerem Tempo sicherer steuern. Um das zu erreichen, war bislang Allrad erste Herstellerwahl. Alfa denkt neu – Q2 sei „leichter und wirtschaftlicher“. Fahreindruck auf dem Hockenheimring: Modelle mit Q2 fahren sich um Längen besser als die selben ohne.

BEISPIEL1: SO ARBEITET DAS SYSTEM Q2 IN KURVEN

Beim Durchfahren einer Kurve bei schlechten Witterungsbedingungen (Nässe, Laub, Schnee) oder bei sehr sportlicher Fahrweise kann es zum Durchdrehen des kurveninneren Rades kommen, da ein herkömmliches Differenzial in diesem Fall mehr Antriebsmoment auf das „belastungsärmere“ Rad überträgt und dem kurvenäußeren Rad entzieht. Dieses wäre jedoch durchaus in der Lage, höhere Antriebskräfte auf die Fahrbahn weiterzugeben, da auf ihm infolge der Fliehkraft zusätzliches Gewicht lastet. Fahrzeuge mit Fahrassistenzsystemen wie ASR und VDC reduzieren in derartigen Situationen via Drosselklappe die Motorleistung und „machen zu“. Unerwünschte Folge: Leistungsverlust und wenige exakte Rückmeldungen vom Fahrzeug. Hier setzt das neue Q2-System von Alfa an: Sobald das kurveninnere Rad an Grip verliert, wird das Antriebsmoment verstärkt auf das kurvenäußere Rad übertragen, wodurch geringeres Untersteuern, größere Stabilität, höhere Durchfahrgeschwindigkeit in der Kurve und weniger häufiges und weniger spürbares Eingreifen der Fahrzeugkontrollsysteme erzielt wird.

BEISPIEL 2: DAS LEISTET Q2 BEI SCHLECHTER HAFTUNG

Auf rutschigem Untergrund kann es passieren, dass der Grip der Antriebsräder unterschiedlich ist. Eine starke Beschleunigung führt bei diesen Verhältnissen in der Regel dazu, dass eins der Vorderräder durchdreht – Folge ist das Ausbrechen aus der Spur. Das Q2-System wirkt dem entgegen, indem es die Kraft an das Rad mit dem meisten Grip weiterleitet. Das bedeutet: mehr Sicherheit durch erhöhte Fahrstabilität. Zusätzlich wird bei verschiedensten Straßenverhältnissen der Fahrkomfort verbessert. Das Ergebnis: Die frontgetriebenen Alfa 147 und Alfa GT Quadrifoglio Verde 1.9 JTDM 16V fahren sich fast so stabil wie Autos mit bekanntem Allradantrieb. (eric)

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