Range Rover Evoque : Der kleinste Range Rover der Welt

Da wird einem anders: Einen Typen wie den Land Rover Evoque gab es noch nicht – und dann fährt er sich auch noch so gut wie er aussieht.

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Obwohl der Evoque eher zierlich ist, sticht er mit seinem wuchtigen und aggressiven Bug, der kräftigen Flanke und dem hohen Heck aus dem grauen SUV-Einerlei heraus.
Obwohl der Evoque eher zierlich ist, sticht er mit seinem wuchtigen und aggressiven Bug, der kräftigen Flanke und dem hohen Heck...Foto: Promo

Alles was Recht ist. Sind die tollkühn oder gar verrückt? 2008 zeigte Land Rover auf der Detroit Motor Show die abgefahrene Studie LRX – und Experten waren sich einig: So kommt das SUV nie; die spinnen doch, die Briten. Nur gut drei Jahre später sieht die Serienversion des nun kleinsten Range Rover fast genau so aus wie die unglaublich schrille Studie. Unseren Respekt für Land Rover und Tata als neuem Besitzer der Marke: Dafür, diesen Evoque wirklich so mutig zu bauen und seit einer Woche zu verkaufen. Toll, dass es so etwas in Zeiten kühl kalkulierenden Mainstreams noch gibt.

Der erste Eindruck ist immer der beste, sagt der weise Volksmund. Und nach vielen harten Gelände-Kilometern im walisischen Hochland mit steilen Auf-. und Abstiegen, Geröllstrecken sowie einer mehrere hundert Meter langen Wasserdurchfahrt, wo der Evoque bis zu den Scheinwerfern (!) eintauchte, steht fest: Abseits glatter Straßen können die deutschen Konkurrenten Audi Q3 und BMW X1 einpacken. Denn der steht für das große Abenteuer, weil er sich auch auf Schlamm, Geröll und im Wasser so fährt, wie er aussieht: einmalig!

Der vierradgetriebene Range Rover Evoque besitzt serienmäßig das Terrain Response System, welches sich bereits im Land Rover Freelander bewährt hat und das mit vier verschiedenen Fahrprogrammen (Straße, Schnee, Sand, Geröll) die passende Unterstützung auf jedem Geläuf parat hat. Und zum Fun-Faktor auf Matsch gesellt sich, natürlich, der traditionelle Glamour-Faktor. Auch mit dem kleinsten Range Rover standesgemäß zum Kempinski oder zur Oper? Na klar doch. Und wie die großen Brüder gibt auch er den Mitfahrenden das gute Gefühl der Unangreifbarkeit. Man mag es kaum glauben, in einem Auto zu sitzen, das nicht viel länger als ein VW Golf ist und noch kürzer als ein BMW X1 ist.

Innen bietet der edel eingerichtete und topp verarbeitete Brite mehr Platz als man es der coupéähnlichen Form zutraut. Vorn sind auch hoch Gewachsene auf den bequemen Sesseln gut untergebracht, und im Fond reisen zwei bis 1,80 Meter Große anständig. Wenn auch mit wenig Sicht, denn von innen erweisen sich die hinteren Ausgucke als Miniluken. Überdies fehlen Haltegriffe. Auch der Kofferraum (420 bis 1445 Liter) hat praxistaugliches Format; allerdings schwingt die Heckklappe nicht weit genug auf – Kopfnussgefahr für 1,80-Meter-Leute!

Alles in allem erweist sich dieser schräge Typ erweist sich als sehr guter Reisewagen. Bei Bedarf kann er auch sportlich gefahren werden und die Konkurrenz von Audi und BMW nicht zu weit wegfahren lassen. Die direkt agierende Servolenkung ermöglicht präzise Kurvenfahrten ohne größere Seitenneigung – und der Baby-Range gibt sich handlich wie ein kompakter Kombi. Nur aufeinander folgende ganz schnelle Richtungswechsel mag er nicht. Aber so etwas tun eh nur Tester.

Glasdach, Einparksystem und Lederausstattung... Lesen Sie auf Seite zwei von den verlockenden Sonderaustattungen.

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