Ratgeber Auto : Klimaanlage oder Klimaautomatik?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Klimaanlage und einer Klimaautomatik? Letztere ist beim Kauf teurer, kann aber langfristig Sprit sparen.

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Bei einer Klimaautomatik hält das System eine gewünschte Temperatur. Laut Hersteller sind diese teureren Systeme effizienter als manuelle Klimaanlagen.
Bei einer Klimaautomatik hält das System eine gewünschte Temperatur. Laut Hersteller sind diese teureren Systeme effizienter als...Foto: dpa

Kaum ein Neuwagen wird noch ohne Klimaanlage verkauft. Was vor 10 oder 15 Jahren als Luxus galt, ist heute Standard. Der Grund dafür ist nicht nur, dass die Autobauer immer mehr Extras in die Wagen packen. Die Klimatisierung des geschlossenen Raumes Auto hat auch seine klaren Vorteile. Im Hochsommer zum Beispiel arbeitet eine Klimaanlage effektiver als geöffnete Fenster. Erstens kühl das System wirklich, während von draußen in der Regel auch nur warme Luft ins Innere strömt. Und die offenen Fenster kosten Kraftstoff, weil sich dadurch der Luftwiderstand erhöht. Als Faustregel sprechen Experten von 0,5 bis zu einem Liter pro 100 Kilometer, die geöffnete Fenster an Sprit kosten. Zwar erhöhen auch Klimaanlagen den Kraftstoffkonsum eines Fahrzeugs. Aber besonders moderne Systeme sind so effizient, dass sie kaum mehr als einen halben Liter selbst bei Hitze benötigen. Es kommt allerdings darauf an, welche Anlage verbaut ist und wie diese geregelt wird.

Käufer können oft zwischen zwei Kühlsystemen wählen: der manuellen Klimaanlage und der deutlich teureren Klimaautomatik. Bei der manuellen Variante kühlt die Anlage nur in der jeweils eingestellten Stufe. Auch die Gebläsestärke muss der Fahrer per Hand regulieren, so der TÜV Nord. Wird es zu kalt oder zu warm, muss am Drehschalter justiert werden. Das mag subjektiv eine ganz gute Lösung sein, besonders ökonomisch ist das nicht. Denn oft wird die zu niedrige Temperatur im Sommer oder die zu hohe im Winter erst spät bemerkt.

Wunschtemperatur für alle

Bei der Klimaautomatik stellt der Fahrer die gewünschte Temperatur ein, und die Technik sorgt mit Hilfe von Innenraumsensoren für eine gleichbleibende Kühlung. Klimaanlage und Gebläse arbeiten solange, bis die eingestellte Temperatur erreicht ist. Dann schaltet sich der Kompressor ab und springt erst wieder an, wenn die Sensoren eine Abweichung von der eingestellten Temperatur messen, erläutert der TÜV. Eine besondere Variante ist die Mehrzonen-Klimaautomatik. Sie kann mehrere Klimabereiche im Auto schaffen: Meist können Fahrer und Beifahrer jeweils die Wunschtemperatur für ihren Platz einstellen, weniger verbreitet sind einstellbare Zonen für den Fond.

Bei den meisten Herstellern hat sich ab einem gewissen Preissegment die Klimaautomatik als Standard durchgesetzt. Ein Sonderfall hierbei sind Cabrios. Beim Offenfahren gehen die Hersteller mit verschiedenen Taktiken an die Klimatisierung. Mercedes beispielsweise will beim E-Klasse Cabrio mit einem warmen "Schal" aus Luft, "Airscarf" genannt, das Cabriofahren selbst im Winter angenehmer gestalten. So hat die Klimaautomatik auch bei offenem Dach ihre Arbeit zu leisten. Beim Volkswagen Beetle Cabrio hingegen wird die Klimaautomatik beim Öffnen des Dachs ausgeschaltet und so Energie gespart. Letzteres ist sicherlich die umweltfreundlichere Variante. (mit dpa)

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