Rückrufe von Auto-Herstellern : Besser nicht ignorieren

Wenn Post vom Kraftfahrt-Bundesamt im Briefkasten liegt, dann bedeutet das in der Regel nichts Gutes. Im Falle von Rückrufen beschränkt sich der Schaden aber in der Regel auf verlorene Zeit. Ignoriert werden sollten die Schreiben allerdings besser nicht.

Die Fahrt in die Werkstatt für einen Rückruf kostet Zeit, sollte aber unbedingt gemacht werden. Sonst kann es teuer werden.
Die Fahrt in die Werkstatt für einen Rückruf kostet Zeit, sollte aber unbedingt gemacht werden. Sonst kann es teuer werden.Foto: dpa

Fahrzeugbesitzer sollten Rückrufe für ihr Auto oder Motorrad niemals ignorieren. Wenn Hersteller auf technische Mängel aufmerksam machen und die kostenlose Nachbesserung anbieten, wenden sich betroffene Halter am besten gleich an die zuständige Werkstatt, empfiehlt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Es gebe zwar keine Pflicht, Produktrückrufen zu folgen. Aber wer nicht darauf reagiert, riskiert einen Unfall und obendrein den Verlust von Schadenersatzansprüchen gegen den Hersteller, warnen die Verbraucherschützer.

Ein weiterer Punkt sei die Sorgfaltspflicht gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern, denn jeder ist für die Verkehrssicherheit seines Fahrzeugs verantwortlich. Das bedeutet: Wenn ein technischer Fehler, der durch einen erfolgten Rückruf hätte behoben werden können, Ursache für einen Verkehrsunfall ist, kann das laut der Verbraucherzentrale die Minderung oder sogar den Verlust von Schadenersatzansprüchen gegen andere Unfallbeteiligte zur Folge haben. Und auf den eigenen Versicherungsschutz könne sich das ebenfalls auswirken.

Über festgestellte Material- oder Produktionsfehler an Fahrzeugen, von denen eine Gefahr ausgeht, informiert das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg betroffene Halter per Post. Die Fahrzeughersteller sind bei besonders gravierenden Mängeln dazu verpflichtet, sich an das KBA zu wenden. In weniger schwerwiegenden Fällen können sie freiwillig Rückrufe starten. (dpa)

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