Auto : Schön unterschätzt

Der Kompaktvan Musa verkauft sich schlecht – nun hat Lancia ihn überarbeitet

Eric Metzler

Vielleicht sind die Italiener etwas schlauer als die Deutschen: Sie haben erkannt, dass der Musa ein gutes Auto ist – in seinem Heimatland ist er aus gutem Grund der meistverkaufte Kompaktvan. Bei uns dagegen kommt der Lancia nicht so recht von der Stelle: Konkurrenten wie der Opel Meriva und die A-Klasse von Mercedes fahren weit voraus.

Dabei muss sich der Musa in seinem Segment nicht verstecken: Von außen wie innen ist er ein extrem schickes Auto, die Motoren sind auf der Höhe der Zeit und jetzt, nach dem Facelift, gibt es endlich auch genügend Platz im Kofferraum. Bisher hatten Familien Schwierigkeiten, in dem gut vier Meter langen Auto einen Buggy komfortabel unterzubringen. Nun hat der Laderaum um 70 Liter (auf 460) zugelegt, die Ladekante wurde um vier Zentimeter abgesenkt, zudem lässt sich die Rückbank verschieben. Deren Lehne ist in der Neigung verstellbar und im Verhältnis 60:40 umzuklappen; wer will, kann die Rückseiten dann als Tischflächen nutzen.

Äußerlich haben es die Designer bei kleinen Retuschen, etwas mehr Chrom und neuen Scheinwerfern, belassen; nur, wer den Musa gut kennt, kann den neuen vom alten unterscheiden. Drinnen, sagt der Hersteller, soll man den Unterschied vor allem hören: Lancia ist stolz auf eine aufwendige Schall-Isolierung, die den Geräuschpegel um fast die Hälfte reduzieren soll. Was die Stoffe, die Instrumente und die Schalter angeht, schaut es im Musa aus wie in den anderen Lancia: edel und schön. Die Armaturentafel gibt es in Braun oder in Dunkelblau; als Außenfarbe sind wie beim Ypsilon auch Zweiton-Lackierungen zu haben.

Zum Händlerstart am 6.Oktober gibt es fünf Motoren. Kleinster Diesel ist das 1,3-Liter-Multijet-Triebwerk mit 70 PS, gefolgt vom 90 PS starken 1,3 Multijet V16 und schließlich dem 1,9 Multijet mit 100 PS. Schwach: Nur den mittleren Diesel gibt es mit einem Partikelfilter. Die beiden 1,4-Liter-Benziner verfügen über 77 beziehungsweise 95 PS. Eric Metzler

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