Auto : Schöne Ferien – mit diesen Tipps allemal

StefanWoltereck

Mehr als die Hälfte aller Urlauber reist noch immer mit dem Auto. Ein Drittel wählt das Flugzeug, der Rest verteilt sich auf Bahn und Bus. Vor allem für Familien ist das Auto die praktischste Lösung. Es verkraftet viele Ferien-Kilometer heute lässig. Knackpunkt sind volle Straßen: Wie komme ich am besten durch?

EIN NAVI IST GUT, ABER NICHT ALLES

Der Clevere geht ins Internet. Druckt Wegbeschreibung und frische Karten aus, lässt sich die Maut ausrechnen und zeigen, wann welche Autobahnen verstopft sind. Er lässt seine Navi oder sein Autoradio Verkehrsnachrichten anzeigen – per „Traffic Message Channel“ (TMC) auch im Ausland auf Deutsch. Karten braucht er dennoch – spätestens beim Ausweichen vor einem Stau. Trotz – oder gerade wegen elektronischer Navigation: Diese nämlich empfiehlt allen dieselbe Umleitung – und die ist dann ebenfalls dicht. Neuralgische Punkte können auch Autobahn-Tankstellen sein. Abseits gibt es Nachschub ohne Anstellen – und preiswerter. Tank-Planung erfordern speziell Erdgas-Autos. Ihnen hilft etwa der Tankstellen-Finder unter erdgas-mobil.de.

DER FREITAG IST WAS BESONDERES

Wenn es irgend geht, nicht am Tag des Ferienbeginns starten, nicht am Freitag: Zum Reise- kommt hier der Berufs- und Wochenendverkehr. Dazu sind Lastwagen unterwegs – an Samstagen dagegen kaum, sonntags meist nicht. Auch wenn die Kinder schlafen, empfiehlt es sich weniger, nachts zu fahren. Schon gar nicht nach einem anstrengenden Arbeitstag: Übermüdung ist eine der Hauptursachen für Unfälle zur Ferienzeit. Früh morgens sind Straßen und Städte leer!

UND WER HILFT MIR?

Die Gefahr, dass ein modernes, halbwegs regelmäßig gewartetes Auto schlapp macht, ist verschwindend klein. Neuere Wagen kommen heute dazu fast immer mit Mobilitätsgarantie, die bei einer Panne für das Abschleppen aufkommt, bei einer größeren sogar für Hotel-Übernachtung und Weiterfahrt mit Bahn oder Mietwagen. Bei vielen Marken erneuert sich diese Garantie mit jeder Jahresinspektion. Vorsichtige Leute können sie auch in Form eines Schutzbriefs kaufen (Automobilclub, Versicherung), selbst für einen älteren Wagen. Aber Achtung: Liegenbleiben infolge Ebbe im Tank schließt sie in keinem Fall ein!

URLAUB FÄNGT BEIM LADEN AN

Das Urlaubsauto ist ein anderes: Volle Beladung lässt die Lenkung träger wirken, sie bremst die Beschleunigung, verlangt mehr Druck auf die Bremse. Der Fahrer tut gut daran, sich auf den ersten Kilometern an die veränderten Reaktionen zu gewöhnen. Und sein Auto richtig zu beladen: Alles Schwere vorn unten in den Kofferraum, auf das Dach möglichst wenige Kilos. Auf die Hutablage hinten oder oben auf das Gepäck im Kombi darf nichts Schweres: Bei einem Anprall fliegt es nach vorn – an die Köpfe der Insassen! Und natürlich: Auto nicht überladen, im Zweifel Gepäck mit der Badezimmerwaage wiegen. Wer mit überladenem Auto erwischt wird, zahlt – und muss an Ort und Stelle ausladen!

ERST WAPPNEN, DANN FAHREN

Für Hund oder Katze ist beim Grenzübertritt ein EU-Heimtierausweis Vorschrift. Kluge Leute besorgen sich eine grüne Karte von ihrer Versicherung, sie stecken nicht nur Führer- und Fahrzeugschein sowie die Pässe ein, sondern auch Kopien davon. Und sie fragen ihre Bank, mit welcher Telefonnummer sich EC- und Kreditkarten sperren lassen – alles für den Fall der Fälle. Sie haben ein Handy dabei. Dass dieses und erst recht eine mobile Navi auch nicht ganz kurz im Auto zurückgelassen werden darf, ist ohnehin klar – oder?

DA IST SCHNELL DIE LUFT RAUS

Neuere und halbwegs nach Vorschrift gewartete Wagen erfordern keine spezielle Urlaubs-Vorbereitung – mit einer Ausnahme: Die Reifen brauchen mehr Druck, wie ihn die Betriebsanleitung für volle Beladung und hohes Tempo vorschreibt. Reserverad nicht vergessen! Dazu sollte das Profil nicht verräterisch dünn sein: Minimum sind auch im Ausland 1,6 Millimeter, gemessen an der dünnsten Stelle. Tempo, Hitze und raue Straßen rubbeln das Profil rapide ab!

WESTEN-ALARM

Fast überall sind heute Warnwesten Vorschrift. Bei Panne oder Unfall müssen sie alle anziehen, die aus dem Auto aussteigen. Also genügend Westen kaufen und griffbereit unterbringen. Manche Länder verlangen eine Box mit Ersatzlampen – also auch sie ins Auto legen. Und Licht an, wenn die anderen damit fahren: Tagfahrlicht ist in vielen Ländern Vorschrift.

StefanWoltereck

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