Seat Ibiza Coupé : Bisschen enger, bisschen schneller

Den Seat Ibiza gibt es jetzt auch als Coupé.

Susanne Leimstoll

Noch ein Ibiza? Was soll das denn jetzt?


Als Dreitürer gab’s den Seat Ibiza schon immer. Der sah aus wie der Fünftürer. Doch der Neue hat eine stärker abfallende Heck-Dachlinie. Seats neuer Chefdesigner Luc Donckerwolke fand, der Kleinste der Marke habe geduckt mehr von einem Sportwägelchen. Da helfen auch kantige Linien und die Pfeilform. Hinten ist im Coupé etwas weniger Platz als im Fünftürer. Ansonsten ist optisch alles gleich: gefährliches Gesicht mit schmalen Augen und großen Lufteinlässen unter dem kleinen Kühlergrill.

Ist das Coupé schneller?
Kaum der Rede wert. Der kleinste Ibiza kommt 0,2 bis 0,6 Sekunden eher von Null auf Hundert und fährt etwa zwei km/h mehr Spitze. Ansonsten ist das Motorenangebot vorerst so wie beim Fünftürer: drei Benziner, ein Drei- und zwei Vierzylinder (70, 85 und 105 PS), dasselbe nochmal als Diesel (80, 90, 105 PS), alle mit fünf Gängen. Eine Version mit Doppelkupplungsgetriebe und sieben Schaltstufen soll bald kommen.

Ist das Coupé sparsam?
Geht so. Die Benziner verbrauchen um die sechs Liter Super auf 100 Kilometer, 4,5 Liter schlucken die beiden schnelleren Diesel, 4,3 die 80 PS-Variante.

Und das Innenleben – noch immer billig?
Seat hat das ewige Ärgernis, kratzempfindliche Armaturen und Türverkleidungen, beseitigt und weichere Materialien verwendet. Dass die Instrumente von farblich abgesetzten Plastikröhren umrahmt werden – naja. Doch insgesamt wirken die Armaturen hochwertiger. Vom puffrot unterlegtem Anzeigen-Hintergrund hat man sich verabschiedet. Eingebaute Navigation gibt es nicht.

Und der Preis?
Ganz schön günstig. Zur Markteinführung gibt es die Basisversion ab 11490 Euro. Die komfortablere Linie „Stylance“ beginnt bei 13290 Euro. Die „Sport“-Version kostet mindestens 14790 Euro. Neu im Programm sind Einparkhilfe und Panorama-Hubdach. Alles in allem bringt der Dreitürer-Ibiza ein bisschen Luxus in die Welt der Kleinen.

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