Auto : Seht, was Ihr davon habt

Fein, wenn aus dem Einerlei der Bedienungs- und Displaykonzepte mal was hervorsticht: Die Remote Touch im Lexus GS und der Digital-Tacho im Volvo V40.

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Digital-Tacho im Volvo V40. Wer will, bekommt statt analoger Rundinstrumente eine digitale TFT-Anzeige . Der Fahrer kann dann Themen wie Sport, Eco oder Eleganz wählen; Farben und Infos wechseln dementsprechend. Fotos: sppr
Digital-Tacho im Volvo V40. Wer will, bekommt statt analoger Rundinstrumente eine digitale TFT-Anzeige . Der Fahrer kann dann...

Es geht auch anders. Lexus und Volvo zeigen in Modellen wie dem GS 450h und dem V40, wie man das Nervpotenzial von Audio und Navigation im Auto reduzieren und den Nutzen vergrößern kann.

Vor allem die Japaner gehen in die Vollen: Sie verbauen in ihrer Hybridlimousine den weltweit größten Bildschirm in einem Serienauto. Auf den ersten Blick fällt das gar nicht auf, weil Lexus die Anzeige immer in zwei Teile splittet. So sieht man beispielsweise die Route im Zweidrittelfenster links und die Titelliste des BAP-Albums im Feld daneben. Entscheidender als derlei Übersichtlichkeit ist aber der Weg zum Anzeige-Ziel: Der führt nicht über Tasten und auch nicht über Touchscreen wie im neuen Golf. Lexus setzt auf „Remote Touch“: In der Mittelkonsole gibt es eine Auflage für Hand und Unterarm, davor residiert ein Tastkissen auf einer Art Joystick. Mit dem navigiert man den Cursor geschmeidig bis zur gewünschten Aktion, die per Klick aufs Kissen ausgeführt wird. Mit etwas Übung gelingt das flüssig und ablenkungsfrei. Die Erleichterung ist wirklich spürbar – auch, weil der riesige BIldschirm viele direkt erreichbare Sprungmarken fasst. So quält man sich bis zum Anruf via Telefonbuch nicht durch ein halbes Dutzend Untermenüs.

Im Volvo läuft die Bedienung von Audio und Navigation zwar konventioneller. Dafür fallen Informationsgehalt, Typografie und Design aus dem Rahmen der Mittelmäßigkeit. Endlich einmal hat sich ein Hersteller die Mühe gemacht, Erklär- und Hilfetexte zu allen Assistenzsystemen einzupflegen. Volvo erläutert im Einstellungsmenü knapp und klar die Funktion dessen, was der Fahrer da gerade an- oder abschaltet. Andere Anbieter lassen uns gerne mit kryptischen Abkürzungen und nackten on/off-Schaltern allein. Seinem puristisch-kühlem Design bleibt Volvo dabei in erfreulichem Maße treu. Selbst der aufpreispflichtige Verzicht auf analoge Rundinstrumente passt ins Bild: Der Fahrer wählt unter drei „Themen“ der Instrumentierung. Darüber bestimmt er, welche Informationen hinter dem Lenkrad gezeigt werden – und in welcher Farbe.

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