Service für Autofahrer : Kosten-Kontrolle fürs geliebte Blech

Autofahren wird immer teurer. Kraftstoff, Steuern und Reparaturen - Die Preise steigen von Jahr zu Jahr. Mit Hilfe von Internet-Angeboten und Smartphone-Apps lassen sich die Kosten zumindest kontrollieren. Wer findig ist, kann auch richtig Geld sparen.

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Den umfassendsten Service im Internet für das Auto bietet Drivelog, ein Tochterunternehmen von Bosch.
Den umfassendsten Service im Internet für das Auto bietet Drivelog, ein Tochterunternehmen von Bosch.Foto: Screenshot

Das Auto ist immer noch der Deutschen liebstes Kind. Zumindest lassen sich die Bundesbürger ihren fahrbaren Untersatz jedes Jahr mehr kosten. Seit 2005 sind die durchschnittlichen Ausgaben für das Automobil um 19 Prozent gestiegen. Diesen Wert hat der Autoclub ADAC zusammen mit dem Statistischen Bundesamt ermittelt. Damit liegt die Preissteigerung deutlich über der Zunahme bei den allgemeinen Lebenshaltungskosten, die bei 12,9 Prozent liegen.

In Sachen Automobil gibt es dabei so einige Kostentreiber. Allem voran schlagen natürlich die in den letzten Jahren stark gestiegenen Preise an den Zapfsäulen zu Buche. Seit 2005 lag die Teuerung hier bei 36,2 Prozent. Dabei war das vergangene Jahr noch relativ moderat. In 2012 lag die Preissteigerung an den Tankstellen durch die schwachen Notierungen an den Rohölmärkten bei 5,7 Prozent. In den Jahren zuvor waren die Preisrallys an den Rohstoffbörsen auch an der Zapfsäule ablesbar.

So wundert es denn auch kaum, dass Autofahrer in den vergangenen Jahren deutlich preisbewusster geworden sind, was ihren fahrbaren Untersatz angeht. Zum Tanken wird nicht mehr einfach die nächstbeste Tankstelle angesteuert und auch die Werkstattrechnung inspizieren Autobesitzer intensiver. Bei den erheblichen Kosten, die jährlich je nach Modell schnell mal mehrere tausend Euro betragen können, sind immer mehr Autobesitzer auf der Suche ihr Budget für teure Mobile zu optimieren.

Zahlreiche Angebote im Netz

Im Internet finden Autofahrer mittlerweile zahlreiche Portale, die den Weg zu günstigsten Tankstelle weisen oder Ersatzteile verkaufen. Den umfassendsten Service in dieser Richtung bietet derzeit das neue Portal „Drivelog“. Hier können Autobesitzer zunächst mal ihre Kosten protokollieren und sich so einen Überblick verschaffen. Die Funktionen decken alle Bereiche ab, bei denen Kosten entstehen, vom einfachen Parkschein über die Tankquittung bis zur jährlichen Steuer. Belege lassen sich einscannen und direkt in die Autokosten einrechnen. Und das geht nicht nur auf dem heimischen Rechner. Mit einer Smartphone-App, die es für iPhone und Android-Systeme gibt, geht das auch direkt unterwegs. Florian Bankoley, Geschäftsführer von Drivelog, erklärt für wen sich das Angebot besonders lohnt: „Drivelog richtet sich vor allem an den pragmatischen und sparsamen Autofahrer, weil er durch unser Portal mit nur wenigen Klicks seine Autokosten analysieren und senken kann.“

Der kostenlose Service von „Drivelog“ beschränkt sich aber nicht nur auf die Erfassung der Kosten. Gleichzeitig will das Tochterunternehmen von Bosch auch bei der Reduzierung der Ausgaben helfen. So zeigt eine Tankstellensuche den Weg zu günstigem Kraftstoff. Ein besonderes Merkmal ist die integrierte Werkstattsuche, bei der geografisch und nach Art der angebotenen Dienstleistungen die passende Werkstatt gesucht werden kann. „Nutzer können anhand von qualitativen Merkmalen und Kundenbewertungen die passende Werkstatt für ihr Auto finden und online direkt einen Termin buchen“, so Florian Bankoley. Für die Autofahrer bringt das mehr Sicherheit bei der Auswahl der Werkstatt. Nicht zuletzt die Bewertungen anderer Kunden helfen, die richtige Wahl zu treffen.

Großes Sparpotenzial bei Werkstätten

Aber auch für die Werkstätten ist der Service von „Drivelog“ interessant. „Die Präsenz im Internet ist heute zur Neukundengewinnung unerlässlich. Wir bieten Werkstätten eine günstige und praktische Möglichkeit mit neuen Kunden in Kontakt zu treten und für den eigenen Service zu werben“, sagt Florian Bankoley. Damit können sich auch kleinere Werkstätten neue Kundenkreise erschließen. Eine freie Werkstatt beispielsweise, die ein Kunde so möglicherweise nie gefunden hätte, kann ihre Dienstleistungen kostengünstig vermarkten.

Dieses Modell der Rundumhilfe für Autofahrer könnte durchaus in den kommenden Jahren immer wichtiger werden. Auch wenn Autoclubs wie der ADAC jedes Jahr die Kostensteigerungen anprangern. Die Experten sind sich einig, dass der Unterhalt für ein Auto in den kommenden Jahren immer teurer wird. Das hängt vor allem mit den Benzinkosten zusammen, die in der grundsätzlichen Tendenz nur den Weg nach oben kennen. Aber auch alle anderen Ausgaben, wie Parken, Reparaturen oder die Steuern werden steigen. Es kann also nicht schaden sich etwas Überblick über diese Ausgaben zu verschaffen.

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